Gerücht macht seine Runde

An der Geislinger Schubart-Realschule hält sich seit Tagen das Gerücht, es drohe ein Amoklauf. Dafür gibts keine Anhaltspunkte, beruhigt die Polizei.

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Manfred Malchow: pubertäres Geschwafel.

Das Gerücht zieht immer weitere Kreise. Als "pubertäres Geschwafel" bezeichnet Geislingens Polizeichef Manfred Malchow die angebliche Amokdrohung, die seit einer Woche über Facebook immer weiter verbreitet wird. Jeden Tag erhalte die Polizei Anrufe besorgter Eltern. Malchow beruhigt: "Das ist ein riesen Hype. Es gibt aber keinerlei Anzeichen, dass an dem Gerücht was dran ist. Das ist nicht ernst zu nehmen."

Doch es hat einen konkreten Ausgangspunkt: Auf einem Tisch im Chemiesaal der Schubart-Realschule wurde am Mittwoch, 7. März, eine mit Bleistift geschriebene Drohung entdeckt, quasi die Verabredung zu einer Gewalttat: "Machen wir am Freitag Amoklauf - ja! - Welche Stunde? - 2 - okay - Ich mache auch mit - Ich auch - Ja, wie in alten Zeiten - Okay, wir treffen uns vor der zweiten Stunde in der Aula, ich bring die Waffen mit."

Am Freitag war vor allem die Polizei präsent, sonst tat sich nichts. Mittlerweile wird kolportiert, am benachbarten Michelberg-Gymnasium drohe besagter Amoklauf, dann wiederum hieß es, Rechtsradikale würden eine Gewalttat planen. Malchow räumt ein, dass sich unter den Kritzeleien im Chemiesaal ein Zeichen befand, das man "mit viel Phantasie als Hakenkreuz" ansehen könne, "aber als ein fehlerhaftes".

Weshalb ist sich Malchow sicher, dass die Bleistiftnachricht nur ein übler Scherz ist? Zu den klassischen Fällen von Amokläufen gehöre es gerade, dass sie der Täter nicht vorher bekannt mache, schon gar nicht auf die Art wie nun in der Realschule. Erst durch den Amoklauf selbst wolle ein Täter die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Weil unangekündigt, seien solche Taten nicht voraussehbar und so gefährlich.

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