Am Samstag ist Wahlstraße vor der Stadtkirche

Das Netzwerk Jugendbeteiligung Geislingen bietet Wählern morgen, Samstag, die Gelegenheit, die Parteien und ihre Programme kennenzulernen.

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Bereits vor der Bundestagswahl im Jahr 2009 gab es in Geislingen eine Wahlstraße.  Foto: 

Grundsätzlich wollen wir, dass so viele Menschen wie möglich wählen gehen“, sagt Maximilian Erhardt vom Geislinger Jugendgemeinderat. „Wenn jemand nach der Podiumsdiskussion weiß, was genau er wählt, ist unser Ziel erreicht.“

Zusammen mit dem Stadtjugend­ring, dem Jugendhaus Maikäferhäusle, der Mobilen ­Jugendarbeit und dem Kreisjugendring – gemeinsam bilden sie das Netzwerk Jugendbeteiligung – hat das Gremium für den morgigen Samstag eine Wahlstraße mit Podiumsdiskussion auf dem Platz vor der Stadtkirche ­organisiert. „Die Jugendlichen sollen sich informieren und ins Gespräch mit den Kandidaten und Parteien kommen können“, fügt Erhardt hinzu.

Ab 14 Uhr haben Besucher in der Wahlstraße am Kirchplatz die Gelegenheit, sich an den Informationsständen der Parteien zu deren Programm zu informieren und etwas zu schnacken. „Viele Parteien bieten kostenlos Kaffee und Kuchen an“, erklärt Sarah Buchwald, Geschäftsführerin des Jugendgemeinderats.

Das Netzwerk Jugendbeteiligung ist mit einem Getränkestand vor Ort und bietet Jungwählern Infomaterial zum Thema Bundestagswahl an. Außerdem werden aufgezeichnete Interviews mit den Kandidaten auf eine Leinwand übertragen. Diese kann man sich im Vorfeld schon auf dem Youtube-Kanal des Jugendgemeinderats ansehen.

Bis 16.30 Uhr können Interessierte Fragen an die Kandidaten abgeben oder per Mail und auf ­Facebook einsenden. Zum Teil sollen die Fragen dann in die ­Podiumsdiskussion um 17 Uhr einfließen, die Jugendgemeinderätin Victoria Kutek und Ex-Stadtrat Roland Funk moderieren. Bei schlechtem Wetter wird die Podiumsdiskussion in den Kapellmühlsaal verlegt. Anschließend geht es im Jugendhaus Maikäferhäusle mit einer Party weiter, wo DJ Bryan auflegten wird

„Die Veranstaltung richtet sich aber nicht nur an Jugendliche, sondern an Menschen jeden Alters, weil dort diskutierte Themen – zum Beispiel Umweltpolitik, Bildung oder Einwanderungspolitik – jeden etwas angehen“, sagt Erhardt. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion sei auch noch genügend Zeit, direkt und persönlich mit den zur Wahl stehenden Parteien in Kontakt zu treten und Fragen vorzubringen.

„Wählen zu gehen ist ein ­Privileg“, betont Erhardt. Es sei wichtig, weil es über den Alltag entscheide – was man am besten am Beispiel „Ehe für Alle“ sehen könne. „Für Menschen mit einem gleichgeschlechtlichen Partner war das ein riesiger Wandel“, erklärt er.

Buchwald betont: „In manchen Ländern müssen es sich die Menschen  hart erkämpfen, dass sie wählen gehen können.“ Erhardt ergänzt: „Selbst in Deutschland haben wir noch nicht so lang überall freie Wahlen.“

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