Geislinger Moonlight-Shopping mit vielen Attraktionen

Theater, Weinprobe, Einkaufen: Beim "Moonlight-Shopping" am Freitagabend hatten die Geislinger nicht nur die Qual der Wahl zwischen Schnäppchen und Angeboten. Es war auch sonst viel geboten.

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Der Auftakt war dramatisch. Die Theatergruppe Obere Roggenmühle ließ die Vergangenheit lebendig werden: Christian Friedrich Daniel Schubart trieb in den Gassen der Geislinger Altstadt sein Unwesen. In Szenen aus dem Theaterstück ". . . und nun Gute Nacht Geißlingen!" von Roland Funk und Claus Bisle, an verschiedenen Schauplätzen in der Oberen Stadt aufgeführt, wurde die bewegte Zeit Schubarts in der Fünftälerstadt gegenwärtig; thematisiert wurden unter anderem Schubarts familiäre Auseinandersetzungen und sein Leiden an der kleinstädtischen Enge. Gut 100 Zuschauer wandelten zusammen mit der Theatergruppe auf den Spuren des streitbaren Dichters.

Gegen 20 Uhr wurde es noch lebhafter in der Stadt: Die 5-Sterne-Geschäfte öffneten ihre Tore zum Moonlight-Shopping. Einkaufen bis Mitternacht war angesagt. In vielen der teilnehmenden Läden wartete dann noch eine besondere Herausforderung auf die Kunden: ein Stacking-Wettbewerb. Stacking ist ein trendiger Geschicklichkeitssport, bei dem Plastikbecher auf Zeit in einer bestimmten Formation gestapelt und dann wieder abgeräumt werden müssen. Herausgefordert wurden die Shopper von den "GosBächern", der Stacking-Mannschaft der Ulrich-Schiegg-Schule in Gosbach. Die Jungen und Mädchen, allesamt schon alte Hasen im Becherstapeln, zeigten den Neulingen geduldig die richtige Stacking-Technik: Leicht in die Knie gehen für einen sicheren Stand und - ganz wichtig - die Becher niemals von oben, sondern von der Seite anpacken. Die meisten Erwachsenen taten sich trotzdem schwer, die "GosBächer" zu übertrumpfen. Die Sieger der Partien durften gegen den Weltmeister Suon Ngyen antreten. Der 15-jährige Könner aus Stuttgart wartete in einer Holzbude am Elefantenbrunnen auf mutige Herausforderer. Die Stacking-Künste des blitzschnellen Champions sorgten bei den Neulingen für ungläubiges Lachen. Die "GosBächer", die gegen den Champion antraten, hatten denn auch nicht den Hauch einer Chance - aber dafür gabs wenigstens ein Autogramm.

Abgesehen vom Stacking-Nervenkitzel ging es während der langen Einkaufsnacht gewohnt entspannt zu. In vielen Geschäften bekamen die Kunden Sekt und Knabbereien serviert und hatten genügend Muße für ein Schwätzchen mit Bekannten oder den Verkäufern. Gern ließ man sich auch beim Weinfest der Familie Arenare im Gerberviertel nieder und kostete den einen oder anderen edlen Tropfen. Erst kurz vor Mitternacht riss der Besucherstrom in der Fußgängerzone so langsam ab.

Viel genutzt wurde wieder das Moonshuttle, das kostenlos zu den Geschäften am Sternplatz und in die Neuwiesen pendelte. In Altenstadt zog das neue Sportgeschäft im ehemaligen Modehaus Binder viele Neugierige an. Auch im Nel Mezzo war einiges geboten. Besonderes Aufsehen erregte der Schnellzeichner Oscar M. Barrientos, der in Windeseile Karikaturen der Besucher zeichnete - keine fünf Minuten dauerte es, bis seine Kunden ihr Bild in den Händen hielten. Für eine stilvolle Atmosphäre sorgten die jungen Musiker der Geislinger Musikschule mit eleganten Jazzeinlagen.

Auch nach 24 Uhr war die Moonlight-Nacht noch nicht zu Ende. In einigen Lokalen ging es nahtlos mit After-Partys weiter.

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