Gefühl für Bewegung

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Im Pädagogik- und Psychologieunterricht des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums der Geislinger Emil-von-Behring-Schule hatte Simone Schaptke die Tanztherapeutin Daniela Schubert eingeladen, um einen Workshop zu halten. Daran beteiligten sich interessierte Schülerinnen, um die Grundlagen der Integrativen Tanztherapie zu erlernen und auszuprobieren.

Daniela Schubert begrüßte die Schülerinnen in einem Kreis, wobei sie die Workshop-Teilnehmerinnen zunächst theoretisch ins Thema einführte: Integrative Tanztherapie ist eine Therapieform, die bei der Bewegung durch den Tanz ansetzt. Die wichtigste Frage hierbei ist: Wie fühle ich mich im Augenblick? Der Tanz, also die Bewegung, ist ein grundlegendes Ausdrucksmittel zur Verständigung und zur Bewältigung von Lebensereignissen. Integrative Tanztherapie bietet unterschiedliche Methoden. Diese ermöglichen eine psycho- und körpertherapeutische Behandlung von Menschen.

Die Therapieform wird laut Daniel Schubert an psychosomatischen Kliniken verwendet, da sie eine gute Mischung aus Körper- und Gesprächstherapie ist. Dort können Menschen behandelt werden beziehungsweise teilnehmen, die eine ganzheitliche Heilung, persönliches Wachstum oder mehr Lebensqualität suchen.

Nach der Theorie folgte gleich der praktische Teil: Die Übung begann mit dem "körperlichen Erwachen". Der Körper wird zunächst aufgeweckt, indem man nach und nach unterschiedliche Körperteile zu bewegen beginnt. Anschließend folgte die dynamische Bewegungsmeditation, die "5 Rhythmen", die die Schülerinnen ausprobierten. Wichtig ist, dass diese Rhythmen für alle Menschen geeignet sind. Der erste Rhythmus nennt sich "Flowing", bei dem man fließende Bewegungen ausführt. "Staccato" ist der zweite Rhythmus, der durch klare, harte, zielgerichtete Bewegungen gekennzeichnet ist. Beim dritten Rhythmus, "Chaos", werden Flowing und Staccato miteinander verbunden. "Lyrical" wiederum beinhaltet das freudige und leichte Tanzen. Der letzte und somit fünfte Rhythmus ist "Stillness". Hierbei soll man zur Ruhe kommen.

Alle Rhythmen werden von unterschiedlicher Musik unterstützt. Diese Rhythmen helfen Stress abzubauen. Damit sollen Ausgeglichenheit, mehr Lebensfreunde und innere Ruhe entstehen. Die Schülerinnen konnten bei dem Workshop unterschiedlichste Eindrücke sammeln und beschrieben die Tanztherapie als entspannend. Es wurde ihnen nach eigenem Bekunden bewusst, dass die Gefühle eines Menschen entscheidend für dessen Bewegungen sind.

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