GASTKOMMENTAR: Das darf nicht so bleiben

|
   Foto: 

Alle vom Land vorgeschlagenen Straßenbauprojekte im Landkreis Göppingen sind in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Damit sind wir grundsätzlich sehr gut aufgestellt. Die B10 bis Geislingen-Mitte ist ebenso wie die Ortsumgehung Böhmenkirch im vordringlichen Bedarf, der A 8-Albaufstieg ist fest disponiert. Berechtigte Kritik gibt es lediglich an der Einstufung des zweiten Teilabschnitts der B 10 von Geislingen-Mitte bis Geislingen-Ost im weiteren Bedarf ohne Planungsrecht.

Das darf in der Tat so nicht bleiben. Um das dringend notwendige Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt abschließen zu können, benötigen wir unbedingt eine Einstufung im weiteren Bedarf mit Planungsrecht. Dann können die bisher schon begonnenen Planungsarbeiten ohne Verzögerung weitergeführt werden. Ich bin nach meinen Gesprächen mit dem Verkehrsministerium sehr zuversichtlich, dass wir diese Einstufung erreichen. Eine Einstufung in den vordringlichen Bedarf wäre natürlich wünschenswert, aber wir müssen hier realistisch bleiben: Auch die von Landesverkehrsminister Hermann vorgenommene Priorisierung des Landes für den Bundesverkehrswegeplan hat für den zweiten Abschnitt bis Geislingen-Ost eine deutlich niedrigere Dringlichkeit ergeben als für den Bauabschnitt bis Geislingen-Mitte. Wichtig für konkrete Fortschritte ist nun zunächst einmal, den Planfeststellungsbeschluss von Gingen-Ost bis Geislingen-Mitte zu erhalten. Gleichzeitig wäre es wünschenswert, in einem erkennbaren Zeitrahmen den Planfeststellungsbeschluss für Geislingen-Mitte bis Geislingen-Ost ebenfalls zu bekommen. Denn es gibt ebenso realistische Chancen, durch woanders nicht verbaubare Finanzmittel (sogenannte Swing-Mittel), einen schnelleren Baubeginn auch bis Geislingen-Ost zu erreichen. Dafür muss das Land aber auch die notwendigen Planungskapazitäten haben. Das war in den letzten Jahren nicht der Fall. Insgesamt haben wir deutlich schnellere Fortschritte erreicht als vor Kurzem erwartet. Während 2014 noch befürchtet wurde, dass selbst der Abschnitt bis Gingen-Ost keinesfalls vor 2017 begonnen werden könnte und von einer neu aufgenommenen Planung für den A 8-Albaufstieg ebenso noch keine Rede war, sind bis heute - durch sachliche Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium - wesentliche Fortschritte erreicht worden: die B 466 bei Süßen wird Ende 2016 fertiggestellt und die B10 bis Gingen-Ost wird Ende 2017 befahrbar sein.

Hermann Färber,

CDU-Bundestagsabgeordneter

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Zwei Zeugen melden sich nach Schüssen auf Züge

Die kriminal­technische Untersuchung der beschossenen Züge läuft. Nach ersten Erkenntnissen stammen zwei zunächst für Geschoss­spuren gehaltene Schäden am Güterzug nicht von dem Vorfall am Donnerstag. weiter lesen