Gastkommentar: Jeder kann ein Leben retten

Viele Menschen in Deutschland trauen sich nicht, einen Notfallpatienten wiederzubeleben. Dabei sind die Maßnahmen kinderleicht zu lernen, sagt Professor Dr. Matthias Fischer von den Alb-Fils-Kliniken in seinem Gastkommentar.

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Die Woche der Wiederbelebung ist Teil der Kampagne „Ein Leben retten, 100 pro Reanimation“. Mit diesen Aktionen wird darauf aufmerksam gemacht, dass der plötzliche Kreislaufstillstand eine akut ­lebensbedrohliche Situation ist, bei der schnelle Hilfe absolut notwendig ist. In Deutschland erleiden ungefähr 100 000 Menschen pro Jahr dieses Schicksal – Hilfe aber ist möglich, jeder kann Leben retten.

Jedoch gibt es in Deutschland viele Menschen, die sich nicht trauen, andere zu reanimieren oder nicht wissen wie es geht. In der Woche der Wiederbelebung gibt es deshalb Aktionen des Deutschen Roten Kreuzes und der Alb-Fils-Kliniken, um das Wissen zu verbessern. In Göppingen und Geislingen gehen Ärzte und Rettungsdienstler in die Öffentlichkeit, um zu demonstrieren, wie einfach Wiederbelebungsmaßnahmen angewendet werden können. Unterrichtet wird nach dem ­einfachen Konzept: „Prüfen, ­Rufen, Drücken“.

Anfang der Woche wurden zirka 600 Schüler des Schulverbundes Süßen unterrichtet. Dies unterstützt die Aktion „Löwen retten Leben“, bei der die Lehrer im Land trainiert werden, die Wiederbelebung im Unterricht zu lehren. Die Kreisärzteschaft traf sich am Mittwoch, um die neuen Leitlinien zur ­kardiopulmonalen Reanimation kennenzulernen. Thema waren auch die „Bad Boller Reanimationsgespräche“, die 2017 zum vierten Mal im Kreis stattfanden. Rund 60 Experten haben in dem „Think Tank Reanimation“ Thesen und Aktionspläne für Deutschland entwickelt, um die Überlebenschancen nach plötzlichem Kreislaufstillstand nachhaltig zu verbessern. Ein wichtiger Baustein ist es, die Fähigkeit und Bereitschaft in der Bevölkerung zur Wiederbelebung zu verbessern. Zwei Kernthesen aus Bad Boll lauten: Jeder kann ein Leben retten! Wieder­belebung ist kinderleicht!

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