Feuerwehr hatte viel zu tun

Gleich fünfmal mussten die Floriansjünger des Stadtlöschzuges der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen an diesem Wochenende ausrücken. Ein Rauchmelder rettete einer Familie das Leben, informiert der Kommandant.

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Die Feuerwehr musste am Sonntagmittag in der Geislinger Bahnhofstraße Öl abbinden. Unbekannte hatten dort fünf Autos mit Altöl überschüttet. Das Öl durfte nicht in die Kanalisation gelangen. Foto: Feuerwehr Geislingen

Der erste Einsatz war bereits am Freitagabend um 18.40 Uhr. Der Fahrer eines Traktors mit Ladevorrichtung für Holz hatte die Höhe seines Arbeitsgerätes unterschätzt. Er blieb mit dem Ladearm an der Decke der Unterführung in der Weiler Straße hängen und riss sich dabei die Hydraulikschläuche ab (wir berichteten). Mehrere Liter Hydrauliköl waren auf die Straße geraten, die Feuerwehr reinigte.

Die nächtlichen Einsätze waren damit noch nicht zu Ende. Im Bereich des Geislinger Stellwerks hatte eine Streife eines Security Unternehmens in einem Schuppen einen Brand entdeckt. Dank des frühzeitigen Hinweises auf dieses Feuer konnte die Wehr Schlimmeres verhindern. Mit einem Löschrohr wurde das aufflammende Feuer abgelöscht. Es wurden zwei Personen in unmittelbarer Nähe von Bahn-Mitarbeitern aufgegriffen. Ob diese Personen etwas mit dem Brand zu tun haben, wird noch ermittelt. Um 3 Uhr wurde dieser Einsatz beendet.

Am Samstagmittag um 11.45 Uhr dann bereits der nächste Einsatz für die Geislinger Wehrmänner. Ein Holztransporter hatte die K 1439 (Oberböhringer Steige) auf eine Länge von 500 Metern so stark mit Erdreich verschmutzt, dass die Feuerwehr diesen Straßenabschnitt reinigen musste. Mit Schaufeln und Besen wurde die Fahrbahn wieder sauber gemacht, dann mit Wasser aus einem Einsatzfahrzeug abgespült. Diese Arbeit wurde schließlich nach gut eineinhalb Stunden beendet.

Am frühen Sonntag um kurz vor 2 Uhr dann schon wieder Alarm. Diesmal meldete die Leitstelle einen Kellerbrand in der Schultheiß-Schneider-Straße in Geislingen. Dank der installierten Rauchmelder im Einfamilienhaus konnten sich alle vier Familienmitglieder frühzeitig ins Freie flüchten. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellten diese im Untergeschoss eine starke Rauchentwicklung fest. Mit schwerem Atemschutz und einem Löschrohr ausgerüstet drangen die Feuerwehrmänner in das Untergeschoss vor und lokalisierten schnell die Ursache für diese Rauchentwicklung. In einem Wäschebehälter hatte sich die Kleidung entzündet und einen Schwelbrand ausgelöst (wir berichteten ebenfalls). Nach Angaben der Bewohner hatte man am Abend Schmalzwickel zur Erkältungslinderung gemacht. Vermutlich entstand der Schwelbrand durch eine chemische Reaktion des erwärmten Fettes auf den Stofftüchern in Verbindung mit Sauerstoff. Dank der Rauchmelder wurde dieser Brand jedoch sehr früh bemerkt und Schlimmeres verhindert. Nach einer Stunde konnten die Einsatzkräfte abrücken.

Beim letzten Einsatz an diesem Wochenende, am Sonntagmittag um 12 Uhr, mussten die Einsatzkräfte eine etwa 50 Quadratmeter große Ölverschmutzung bekämpfen. In der Bahnhofstraße waren mehrere dort abgestellte Fahrzeuge mit Öl überschüttet worden. Das Öl hatte auch die Fahrbahn und den Gehweg verschmutzt. Die Fläche wurde mit Ölbindemittel abgestreut und gesäubert. Nach gut zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte abrücken.

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