Faszination der Autobahngeschichte

Ihr 26. Treffen führte zahlreiche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte auf eine spannende Entdeckungstour entlang der A 8.

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Zweimal jährlich finden in den unterschiedlichsten Ecken von Deutschland die Treffen der Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte statt, die sich seit 1999 mit der Historie der Autobahnen beschäftigt und auch dokumentiert. Ihr 26. Jahreshaupttreffen führte die Mitglieder am Wochenende nach Mühlhausen im Täle. Mit von der Partie waren dabei auch tschechische Autobahnfreunde vom Verkehrsministerium und der Autobahndirektion aus Prag.

Los ging es am Freitagabend im Tagungshotel Höhenblick in Mühlhausen mit einem Vortrag zum Thema "Geschichte der Autobahn am Albaufstieg", bei dem Jens Glaßer aus Kirchheim Wissenswertes über diesen Streckenabschnitt vermittelte. "In frühester Jugend habe ich den Neubau der Autobahnstrecke vom Aichelberg bis Gruibingen von 1985 bis 1990 mitbekommen, was mein Interesse am Albaufstieg weckte", berichtet Glaßer.

Am Samstag machten sich 40 Teilnehmer auf, um Autobahngeschichte vor Ort zu erleben: Startpunkt bildete die Autobahnmeisterei Kirchheim, die den Streckenabschnitt der A 8 vom Kreuz Stuttgart bis zur Raststätte Gruibingen betreut. "Die Autobahnmeisterei Kirchheim unter Teck ist die älteste im ganzen Bezirk Stuttgart", informierte deren Leiter Peter Szautner während der zweistündigen Besichtigung, bei der auch die verschiedenen Fahrzeuge inspiziert wurden.

Im Anschluss schlängelte sich die Autokolonne in Richtung Aichelberg, um dort die alte gestaffelte Autobahntrasse mit der noch erhaltenen Tuffsteinmauer unter die Lupe zu nehmen, an der bis 1990 die Fahrzeuge entlangbrausten. Spätestens auf der weiteren abenteuerlichen Fahrt, die zum Teil über Waldwege und die ehemalige Trasse der Autobahn führte, wurde auch deutlich, warum ein Neubau damals unumgänglich war: Die alte Trasse des Albaufstiegs wies gefährliche Steigungen und enge Kurven auf, die zu zahlreichen Unfällen und Staus führten. "Der Radius der berüchtigten Waldkurve zwischen Aichelberg und Gruibingen belief sich auf unter 300 Metern", informierte Glaßer, der auch berichtete, dass die größte Steigung dieses Streckenabschnitts über sieben Prozent betragen habe.

Als sachkundiger Begleiter informierte Bernhard Scheit, beim damaligen Trassenneubau der Leitende Baudirektor, über weitere Details während der Autobahnexkursion, die auch die Todsburgbrücke und die Malakoffbrücke umfasste. Vor ihrer Heimreise besichtigten die Autobahnfreunde im Rahmen einer Sonderführung auch den neuen Lärmschutztunnel bei Gruibingen.

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