Familien fühlen sich im Stadtbezirk Waldhausen wohl

In Waldhausen lebt sich`s gut, sind die Familien Kamner und Strohsacker überzeugt. Sie fühlen sich im Geislinger Stadtbezirk auf der Alb äußerst wohl.

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Am Waldhausener Schäfles-Brunnen zum Gruppenfoto aufgereiht: (von links) Petra und Michael Strohsacker (ihre Zwillinge wollten nicht mit aufs Bild), dann Björn, Marco und Martina Kamner. Die beiden Familien fühlen sich wohl im Geislinger Stadtbezirk.  Foto: 

„Wenn ich den Berg hochfahr‘  und aus dem Wald rauskomme, dann atme ich erstmal tief durch“, sagt Björn Kamner. Jedes Mal beginne hier, bereits kurz vor Waldhausen, das Heimkommen und Wohlfühlen. „Hier oben ist es einfach länger hell“, behauptet der 48-Jährige. Im Sommer sei es angenehm warm, nicht so heiß wie im Tal, im Winter kalt genug, dass es auch noch Schnee gebe ab und zu.

Familie Kamner, zu der seine Frau Martina und Sohn Marco gehören, lebt seit18 Jahren in Waldhausen und stammt ursprünglich aus Köngen. „Die Preise hier oben sind verblüffend niedrig im Vergleich zum Raum Esslingen“, konstatiert er, das gelte fürs Wohnen genauso wie für die Preise für das Bier, die Rote oder den Steakwecken bei den diversen Festen im Ort. Dem stimmt auch seine Nachbarin Petra Strohsacker zu. Sie arbeitet an einem Tag der Woche als Aushilfe im Stadelcafé, hilft ihrem Mann Michael im Geschäft im Haus, wenn’s mal eng wird und freut sich, dass sie dadurch für ihre zwölfjährigen Zwillinge fast jederzeit ansprechbar ist.

Da sie aus diesem Grund nicht – wie Martina Kamner – sowieso in Geislingen ist, fährt sie lieber nach Gerstetten zum Einkaufen. „Keine Steige“, lautet ihr Hauptgrund, „billiger“, das zweite Argument, „tolle Fachgeschäfte, überall problemlos parken“ fügt sie an.Sie, ihr Mann Michael und die Töchter Karina und Lena, sind vor drei Jahren aus Eybach nach Waldhausen gezogen. „Weil wir hier Arbeit und Wohnung unter einem Dach vereinen konnten“, erklärt Petra Strohsacker. Michael Strohsacker arbeitet selbstständig als Werbetechniker. In Waldhausen findet er Ruhe. „Hier ist es sehr gemütlich“, sagt er.

Und zu den Vereinen: Die „Stoifiaß“ waren ursprünglich als Jugendclub gegründet worden und sind heute eine Art Freizeitverein im Ort, cder nicht mehr wegzudenken ist.  Kamner geht mit seiner Frau Martina gern zu den Festen im Ort oder zum Häusle der „Stoifiaß“ beim Sportplatz.

Kamner ist bis heute Vorsitzender der Narrenzunft in Unterensingen, Strohsacker immer noch im Eybacher Albvereinsausschuss. Daher gehört kein Mitglied der beiden Familie in Waldhausen einem Verein an oder zur Feuerwehr. Nur Martina Kamner zählt sich zu den Landfrauen und ist dort sowohl Schriftführerin als auch stellvertretende Vorsitzende.

„Hier in Waldhausen funktioniert Integration auch ohne Vereinsmitgliedschaft“, sagt Petra Strohsacker aus Erfahrung, „die Leute waren von Anfang an alle offen und freundlich – und helfen kann man ja auch, ohne dass man Mitglied ist.“ Toll sei auch die Hilfsbereitschaft im Dorf, sind sich beide Familien einig. „Uns hat erst neulich der Nachbar mit dem Frontlader eine große Maschine ins Obergeschoss der ans Haus angebauten Hütte gehievt“, erzählt Michael Strohsacker. Die Kamners lachen: „Genauso haben wir unser Sofa durchs Fenster im ersten Stock gekriegt.“

Martina Kamner erzählt von einer neu eingerichteten WhatsApp-Gruppe „Waldhausen“. „Das ist praktisch – wenn jemand Zucker braucht, wenn die Katze vermisst wird oder eine Fahrgemeinschaft gesucht – per What’s app findet sich immer jemand.“

Was dagegen „überhaupt nicht funktioniert“, sei der schnelle Internetanschluss, schimpft Marco Kamner. Aber bald werde es ja eine gute Breitbandverbindung geben, verrät der 18-jährige Azubi für „Fachinformatik Systemintegration“. Gemeinsam mit seinem Vater Björn, der als IT-Experte in Waldhausen teilselbstständig arbeitet, gehört er einer fünfköpfigen Arbeitsgruppe an, die den Ortschaftsrat bei der entsprechenden Planung zum Breitbandausbau berät. Auch die zwölfjährigen Zwillingen der Strohsackers fühlen sich in Waldhausen wohl. Karina fährt gerne mit dem Einrad oder dem Waveboard auf den Feldwegen, Lena dreht bei Bühlers auf dem Hof „Katzenvideos“. Beide Kinder lieben die vielen Tiere im Dorf, vor allem Kälber haben es ihnen angetan.

Serie „So lebt sich’s hier“

Porträts: Sechs Stadtbezirke gehören zu Geislingen: Aufhausen, Eybach und Stötten, Türkheim, Waldhausen und Weiler. Wie lebt es sich dort als Familie? Wie kommen die Kinder in die Schule, die Eltern zur Arbeit, und wie sieht die Freizeitgestaltung aus? In der GZ-Sommerserie erzählen Familien vom Leben in ihrem Stadtbezirk.

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