Evangelische Christen wählen

Dieses Jahr können erstmals 14-Jährige wählen gehen und so mitentscheiden, wie es in ihrer Kirche vor Ort und in der württembergischen Landeskirche weitergeht.

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Seit Monaten organisieren Kirchengemeinden die anstehende Kirchengemeinderatswahl. Jetzt am Sonntag ist es so weit. Dann können evangelische Christen in ihren Wahllokalen vor Ort - meistens sind es die Gemeindehäuser - ihre Stimmen abgeben und damit mitentscheiden, wie es mit ihrer Kirche vor Ort weitergeht. Erstmals sind auch Jugendliche ab 14 Jahren dazu eingeladen, mitzuwählen. "Wahlzeit - Kirche nach meinem Geschmack", lautete dazu einer der Wahlslogans der Landeskirche. Parallel zur Kirchengemeinderatswahl können die Wähler gleich über die zukünftigen Mitglieder der Landessynode - des "Parlaments" der Landeskirche - abstimmen.

In der vorletzten Woche haben die Wahlberechtigten die Wahlunterlagen von ihren Kirchengemeinden zugeschickt bekommen. Darunter sind der Wahlausweis, der rosafarbene Stimmzettel, um die Stimmen für die Kirchengemeinderäte abzugeben sowie ein gelber Stimmzettel zur Wahl der Landessynodalen.

Zur Wahl der Kirchengemeinderäte hat jeder Wähler so viele Stimmen, wie Räte zu wählen sind. Stimmen können kumuliert werden, das heißt, es ist möglich, einem Kandidaten auch (höchstens) zwei Stimmen zukommen zu lassen. Das gilt ebenso bei der Landessynodalwahl: Hier hat der Wähler drei Stimmen für die vier Laienkandidaten und eine Stimme für die Wahl aus den beiden Theologen. Bei den Laien ist es möglich, einem der Kandidaten zwei Stimmen zu geben.

"Die Zahl der Briefwähler hat sich bei dieser Wahl im Vergleich zu 2007 deutlich erhöht", hat die Dekanats-Geschäftsführerin Anita Gröh bereits Anfang dieser Woche festgestellt.

In fast allen Gemeinden des Kirchenbezirks Geislingen war die Kandidatensuche im Vorfeld schwierig. In fünf Gemeinden (Deggingen/Bad Ditzenbach, Donzdorf, Unterböhringen, Aufhausen und Weiler) musste daher der Kirchengemeinderat reduziert werden, um genügend Kandidaten zu finden. "Zum Teil lag das an der Problematik der unechten Teilortswahl", erklärte Gröh. Zwei Gemeinden jedoch konnten die Zahl ihrer Mitglieder des zukünftigen Kirchengemeinderats sogar erhöhen: in Altenstadt von bisher neun auf zehn, in Kuchen von bisher sieben auf neun Räte.

Und in drei Gemeinden - in Süßen, Gingen und Gruibingen - haben die evangelischen Christen tatsächlich die Qual der Wahl: Hier gibt es mehr Kandidaten als Sitze zu vergeben sind.

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