Eine Schule als Zeitkapsel

Das Geislinger Michelberg-Gymnasium lädt am Samstag alle Abiturienten der vergangenen 40 Jahre zu einem großen Ehemaligen-Treffen ein.

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  • Manch ein ehemaliger Abiturient, der schon länger nicht mehr in Geislingen war, wird seine alte Schule vielleicht kaum  wiedererkennen:  Das Michelberg-Gymnasium im Jahr 2013 vor der Sanierung (links) und heute. 1/2
    Manch ein ehemaliger Abiturient, der schon länger nicht mehr in Geislingen war, wird seine alte Schule vielleicht kaum  wiedererkennen:  Das Michelberg-Gymnasium im Jahr 2013 vor der Sanierung (links) und heute. Foto: 
  • Michelberg-Gymnasium Geislingen, MiGy, Außenansicht, Fassade 2/2
    Michelberg-Gymnasium Geislingen, MiGy, Außenansicht, Fassade Foto: 
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Wie Privatdetektive mussten sich der Rektor des Geis­linger Michel­berg-Gymnasiums, Heiner Sämann,  und sein Team in den vergangenen Monaten durch Unterlagen wühlen und alte Bücher wälzen. Denn wer alle ehemaligen Schüler, die in den vergangenen 40 Jahren am MiGy Abitur gemacht haben, einladen will, muss sie erst einmal ausfindig machen. In vier Jahrzehnten haben 2531 Schüler das Gymnasium in Altenstadt mit Abschluss verlassen, fanden sie heraus.

Der erste Jahrgang bestand 1978 aus lediglich 28 Absolventen. Viele der Schüler besuchten damals die Französisch-Klassen in Altenstadt, machten ihr Abitur aber am heutigen Helfenstein-Gymnasium. Die meisten Absolventen – 165 an der Zahl – hatte der Doppel-Jahrgang von 2012: die ersten Schüler des neuen G 8-Zuges und die letzten Schüler, die neun Jahre Zeit für das Abitur hatten, machten ihren Abschluss parallel.

Mit ihnen in Kontakt zu treten, sei nicht immer einfach gewesen, erzählt Sämann. Denn in den alten Unterlagen sind die ehemaligen Schüler mit der damaligen elterlichen Adresse gemeldet. Teilweise über ehemalige Kollegen stieß der Schulleiter auf die ­Ehemaligen, die innerhalb ihres Jahrganges noch gut vernetzt sind. Manche Jahrgänge seien perfekt organisiert und stellten E-Mail-Listen, die auch bei Klassentreffen zum Einsatz kommen, zur Verfügung.

78 Prozent der Ehemaligen konnte Sämann schließlich ermitteln, gut die Hälfte antwortete auf die Einladung zum Treffen. Bis Ende vergangener Woche haben 640 Personen zugesagt. Aber auch wer sich nicht angemeldet hat, sei herzlich willkommen, betont der MiGy-Rektor. Dies gelte natürlich auch für ehemalige Schüler, die nicht bis zum Abitur am MiGy geblieben sind. „Wir sind auf 800 bis 1000 Personen vorbereitet“, versichert der Schulleiter.

40 Räume richtet die Schule für die Gäste her – einen pro Jahrgang. Die Schüler des MiGy werden die Zimmer dekorieren und dabei an wichtige Ereignisse aus den verschiedenen Jahren erinnern,  das Klassenzimmer als Zeitkapsel. Im Schulhaus sind sechs Verpflegungsstationen aufgebaut, die von Lehrern sowie Schülern der Klassen 11 und 12 betreut werden. Dort können sich die Besucher mit Kaffee und Kuchen eindecken. Außerdem wird es Führungen geben, bei denen die Ehemaligen das frisch generalsanierte MiGy neu kennenlernen können.

Bei der musikalischen Gestaltung des Treffens greifen die Ehemaligen selbst zum Instrument: Musiklehrerin Martina Bach hat etwa 40 Ehemalige, die in den vergangenen 20 Jahren Teil der MiGy-Big-Band waren,  reaktiviert. Auch  „Steuerfrei“, die Abi-Band von 1994 wird am Abend in Originalbesetzung spielen.

Programm Das Treffen beginnt am 7. Oktober um 15 Uhr. Die Ehemaligen kommen in den für die einzelnen Jahrgänge vorgesehen Räumen zusammen. Um 16.30 Uhr begrüßen Schulleiter Heiner Sämann die Besucher offiziell im MiGy-Forum und die Revival Big Band tritt auf. Ab 17.30 Uhr gibt es Führungen durch das Schulhaus. Abendessen gibt es ab 18 Uhr in verschiedenen „Schichten“ in der Mensa. Um 20 Uhr beginnt das Abenprogramm, bei dem  „Steuerfrei“, die Abi-Band des Jahrgangs 1994, auftritt.

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