Eine Hommage an „Rosa Balistreri“

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Etta Scollo hat sich vor allem der Musik ihrer bekannten Landsmännin Rosa Balistreri verschrieben.  Foto: 

Etta Scollo, die am Freitag mit ihrer Band in der Geislinger Rätsche vor leider nicht allzu viel Publikum auftrat, ist selbst eine großartige Sängerin. Doch die gebürtige Sizilianerin wandelt seit knapp 15 Jahren auf den musikalischen Spuren von Rosa Balistreri, der „Troubadoura“ sizilianischer Musiktradition. Gerade noch rechtzeitig zum Konzert erreichte die heute in Berlin lebende Künstlerin Geislingen – sie war mit dem Zug angereist.

Ihr Programm vereint sizilianische Tradition und Pop-Avantgarde mit Jazzeinflüssen. In erster Linie interpretiert sie die großen Musikstücke ihres Idols, der brillanten Volkssängerin Rosa Balistreri, die in der sizilianischen Musiktradition Geschichte schrieb. Vor ihrem Tod im Jahre 1990 machte Balistreri ihr großes Anliegen bekannt: „Wenn ich sterbe, singt meine Lieder, vergesst sie nicht, singt sie für alle.“

Etta Scollo nahm sich dieses Wunsches an und spielt seit 2004 die kraftvollen, intensiven, stürmischen Lieder. Sie erzählt auch immer die Geschichte zu den einzelnen Songs. Zum Beispiel erfuhr das Publikum, dass Balistreri einst nach einem Konzert samt ihrer Band mit einem Auto ohne Licht flüchten musste, nachdem sie „Nein gegen die Mafia“ gesungen hatte.

Ein Stück handelt von Sizilien, das oft von Piraten besetzt war, die dort eine junge hübsche Tochter eines Bergbauern verschleppt hatten. Der sie anbetende junge Mann suchte sie auf der ganzen Insel und darum heißt das Lied „Über Berge und Täler“. Die Lieder begleitet Etta Scollo alle auf ihrer Akustikgitarre. Dazu gesellen sich im Wechsel ein Akkordeon, eine Mandoline oder eine Trommel.

Ein großer Teil von Scollos Programm besteht aus  rhythmischen Liebesliedern. Aber ihre spannenden Song-Geschichten beschreiben auch einen amerikanischen Soldaten namens Johnny während des Zweiten Weltkriegs und wilde Piraten aus Palermo oder junge Frauen, die von der Tarantel gestochen wurden. Scollo erzählte, dass der Überlieferung nach daraus der schwungvolle Volkstanz „Tarantella“ entstanden sei. Zur Zugabe forderte die charmante Frontfrau die Gäste auf, sich zu erheben, zu tanzen, zu springen und zu  hüpfen. Und die meisten machten prompt mit.

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