Eine Entscheidung in Ruhe ist wichtig

Die Zukunft des Jugendheimes in Altenstadt war Anlass zur Gemeindeversammlung, zu der Pfarrer Frank Esche, Dekanin Gerlinde Hühn und Kirchenpflegerin Ulrike Glemser eingeladen hatten.

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Volles Haus bei der Diskussion über die Zukunft des evangelischen Jugendheims in der Friedensstraße. Foto: Anita Gröh

Gut 70 Gemeindeglieder waren in Altenstadt der Einladung gefolgt, um über die Zukunft des Jugendheimes in der Friedensstraße zu beraten. Unter Moderation von Pfarrerin Maren Pahl entwickelte sich eine Diskussion, die sich auf die zukünftige Gemeindearbeit mit ihrem Raumbedarf, die Planung zu den Kindergärten und auf Notwendigkeiten in der Stadtplanung erweiterte.

Frank Esche, Pfarrer an der Martinskirche, legte zu Beginn klar, dass entgegen den in Umlauf befindlichen falschen Informationen noch keinerlei Entscheidung über die Zukunft des Jugendheimes mit seinem Kindergarten getroffen sei. Der Kirchengemeinderat habe sich mit den Tatsachen auseinandergesetzt, dass die Gemeindegliederzahlen in Altenstadt drastisch zurückgingen und die Kosten für die Gebäude der Gemeinde über den Kopf wachsen. Die aufgrund der schlechten Bausubstanz geplante Sanierung des Jugendheimes belaufe sich auf 2,3 Millionen Euro. Hier suche der Kirchengemeinderat nach Lösungen. Es sei seine Aufgabe, guter Haushalter zu sein und eine Entscheidung in Verantwortung gegenüber dem kirchlichen Auftrag und den Gemeindegliedern zu treffen. Dabei gelte es besonders in den Blick zu nehmen, wie die Altenstädter Gemeindearbeit in 20 Jahren aussehen würde.

Angedacht werden Alternativen zur Sanierung des Jugendheimes. Vier Szenarien stehen im Raum.

Das Markuszentrum wird als Gemeindehaus für ganz Altenstadt genutzt.

Auf dem frei gewordenen Platz bei der Martinskirche wird ein Baugrundstück gekauft und ein neues kleines Gemeindehaus gebaut.

In die Martinskirche selbst werden Gemeinderäume eingebaut.

Im Neubauprojekt vor der Martinskirche werden Gemeinderäume angemietet.

Aus der Versammlung wurde der Vorschlag eingebracht, das Jugendheim noch zehn Jahre zu nutzen und dann über Teilabbruch ein kleineres Gebäude zu bauen und einen Teil des Grundstücks zu verkaufen.

Dekanin Hühn betonte, dass der Kirchengemeinderat augenblicklich im Stadium des Prüfens sei und die Umsetzbarkeit und Kosten abkläre.

Auf die Zukunft des Jugendheim-Kindergartens angesprochen, stellte Kirchenpflegerin Ulrike Glemser klar, dass bisher keine Entscheidung getroffen sei. Der Trend zu größeren Kindergärten mit mehr Gruppen und einer Kinderkrippe sei aber deutlich. Altenstadt habe eine deutlich bessere Kindergartenversorgung als der Seebach. So werde geprüft, ob der Paulus-Kindergarten vergrößert und mit einer Krippe ausgestattet werde. Außerdem bekomme die Gesamtkirchengemeinde in Zukunft Kirchensteuer für eine Gruppe weniger, da die Gemeindegliederzahl unter 7000 gesunken sei. Die Kirchenpflegerin hofft, dass im Jahr 2012 eine Entscheidung getroffen werden könne, die dann eine Planung und Umsetzung in Gang setzen würde. Es sei jedoch klar, dass die Kinder des Jugendheim-Kindergartens dort bleiben könnten, bis sie in die Schule kämen.

Dass das Gemeindeleben in 20 Jahren mit einer veränderten Altersstruktur der Bevölkerung anders aussehe als heute, wurde deutlich von Gemeindegliedern formuliert. Hier sei auch die Stadtplanung gefragt. Seniorengruppen und verdichtetes betreutes Wohnen und Pflegemöglichkeit müssten als Bedürfnis gesehen werden. Ein zweites Mehrgenerationenhaus für Altenstadt wurde angeregt. Dass hier die Stadtverwaltung gefragt ist, wurde mehrmals betont.

Aus dem Kirchengemeinderat wurde festgestellt, dass eine Entscheidung in Ruhe wichtig ist. Die Kirchengemeinde habe bisher keine konkreten Informationen zu dem Neubauprojekt vor der Martinskirche und könnte somit keine Entscheidung treffen. Die Kindergarten-Frage werde jedoch möglichst zeitnah geklärt.

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