Ein Jahr für die Umwelt

Was tun nach der Schule? Ausbildung, Studium oder doch ein Jahr "Auszeit" zur Orientierung? Jedes Jahr stehen Jugendliche vor dieser Entscheidung. Eine Möglichkeit: Das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ)

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Dorothea Guggenhan aus Schalkstetten sammelt ihre ersten beruflichen Erfahrungen im Rahmen des freiwilligen ökologischen Jahres. Foto: Stefanie Schmidt

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Dorothea Guggenhan aus Schalkstetten hat sich nach der Schule für ein FÖJ - freiwilliges ökologisches Jahr - entschieden. "Ich wusste nicht gleich, was ich nach dem Abitur machen soll", erzählt die 19-Jährige.

Sie nutzte die Möglichkeit des FÖJ und arbeitet seit September in einem Betrieb für Fernwärme in Ulm. Bereits während der Schulzeit hatte Dorothea Guggenhan im Rahmen eines Praktikums erste Erfahrungen bei der Firma gesammelt und mit FÖJlern zusammengearbeitet. Da es ihr in dem Betrieb immer gut gefallen hat, entschloss sie sich, dort selbst ihr FÖJ zu machen.

Das Abwechslungsreiche gefällt Dorothea Guggenhan an ihrer Einsatzstelle. Sie arbeitet zwar viel im Büro, wo sie am Computer vor allem Pläne für Fernwärmeleitungen zeichnet, aber auch die praktische Arbeit im Freien mit dem Vermessungsteam gehört zu ihren Aufgaben. So kann sie im Rahmen ihres FÖJ schon die erste Berufserfahrung sammeln: "Wenn man gleich studieren geht, weiß man einfach nicht, wie es im Beruf zugeht", meint sie. Ihr bleibt noch genügend Zeit, den eigenen Horizont zu erweitern und sich über die Zukunft Gedanken zu machen: "Gerade in den Seminaren hat man auch viel Zeit für sich selbst", betont Dorothea Guggenhan. Auch achte sie schon jetzt viel mehr auf Umweltthemen: "Man macht sich einfach viel mehr Gedanken über Natur- und Umweltschutz."

Das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr im Bereich Umwelt- und Naturschutz. Alle Jugendlichen zwischen 16 und 27 Jahren können ein FÖJ absolvieren, die Art der Schulausbildung oder die Berufserfahrung der Bewerber spielen keine Rolle. Das FÖJ beginnt am 1. September und geht bis zum 31. August. Die Einsatzstellen für FÖJler sind vielfältig: In Unternehmen, die sich mit der Lösung ökologischer Fragen beschäftigen, in Landwirtschaft und Gartenbau, bei öffentlichen Einrichtungen, Umweltverbänden, Naturschutzzentren und Bildungseinrichtungen.

Je nach Einsatzstelle erwarten die Freiwilligen, die Taschen- und Verpflegungsgeld erhalten, ganz verschiedene Aufgabenfelder. Ob Büroarbeit oder Arbeit mit Tieren in der freien Natur, Öffentlichkeitsarbeit, Durchführung von Seminaren und Führungen, Betreuung von Ausstellungen und Bildungsprojekten - die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und umfassen ein großes Spektrum von Berufsfeldern. Die Einsatzstellen in Baden-Württemberg werden von drei verschiedenen Trägern vermittelt: der Landeszentrale für politische Bildung, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und dem Diakonischen Werk Württemberg. Diese Träger organisieren auch die fünf einwöchigen Seminare, die das FÖJ begleiten. Dort tauschen sich die FÖJler mit Kollegen aus, erfahren mehr über verschiedene Bereiche des Natur- und Umweltschutzes und nehmen an Exkursionen und Projekten teil.

Info www.foej-bw.de

www.ich-will-foej.de

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