Ein großes Hallo auf den Fluren und in den Klassenzimmern

Im Geislinger Michelberg-Gymnasium treffen sich die ehemaligen Schüler der vergangenen 40 Jahre und schwelgen in Erinnerungen.

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Wer beim Ehemaligen-Treffen anlässlich des 40-jährigen Jubiläums im Michelberg-Gymnasium am Samstag das Schulhaus betrat, kam sich vor wie in der großen Pause. Es fehlten nur noch die Pausenaufsichten, denen kein Schüler entgeht. Menschenmassen schoben sich den ganzen Tag durch das Haus, die einen auf dem Weg zu ihren Klassenzimmern, um ehemalige Schulkameraden zu finden – andere waren auf dem Weg zu den Kaffee- und Kuchenstationen, die in den Stockwerken aufgebaut waren.

Viele Gäste schauten sich ein wenig staunend um im sanierten Schulhaus. Von den Farben von früher – Grün, Orange und Blau – ist nur wenig übrig. Im Klassenzimmer des Abiturjahrgangs 1986 traf das auf Anklang. „Gegenüber dem alten grünen Linoleumboden von früher gefällt mir das neue Schulhaus sehr gut“, sagte Mat­thias Frey aus Kuchen. Seine ehemaligen Klassenkameraden waren sich einig: Das MiGy sieht freundlicher aus, heller und moderner. Auch Petra Staudenmaier aus Geislingen sah das so. „Die Renovierung war nötig und sie ist gelungen. Es ist toll, dass man die Schule nicht einfach abgerissen hat“, erzählte sie. Solche Events solle man viel öfter machen, findet sie auch. „Bei uns ist das gut organisiert, wir treffen uns regelmäßig.“  Frank Schäffner aus Geislingen, der die Klassentreffen mit organisiert, weiß: „Von den 74 von früher gibt es immer noch 50, die zu den Treffen kommen oder sich melden, wenn es nicht klappt.“

Bei einem Rundgang durch das Schulhaus stellte der Besucher fest, dass von jedem Jahrgang ein paar Vertreter da sind. Angefangen bei den ersten Abiturienten des MiGys von 1978, bis zu den Abiturienten dieses Jahres war jeder Abiturjahrgang vertreten. Schüler hatten die Klassenzimmer hergerichtet; es hingen Plakate an den Wänden, von wichtigen Ereignissen und Trends der jeweiligen Jahre. Bei einem Bierchen oder einem Glas Sekt wurde geschwätzt, über das renovierte Schulhaus diskutiert und vielleicht auch in der ein oder anderen Erinnerung geschwelgt.

Bei der Begrüßungsansprache von Schulleiter Heiner Sämann versammelten sich die ehemaligen MiGyaner im Foyer und auf der Lehrertreppe. Der Geräuschpegel blieb unverändert, trotz Aufforderung etwas leiser zu werden – manche Dinge ändern sich eben nie.  Auch beim Grußwort von Klaus-Peter Podlech, Schulleiter im Ruhestand, wurde munter weitergeplaudert – es gab halt viel zu viel nachzuholen.

Zwischendrin spielte die „MiGy Revival Big Band“, zu der aktive Schüler sowie Abiturienten der jüngeren und älteren Jahrgänge gehören. Später zog es die meisten zurück in die Klassenzimmer oder zu den Schulhausführungen, deren Schwerpunkt das energetisch-pädagogische Konzept der Schule war. Zum Abendessen ging es in Schichten in die Mensa, wo die Ehemaligen sich zwischen einem Tellergulasch oder einer Kürbissuppe entscheiden konnten. Viele ließen sich von ihren Kindern durch das renovierte Schulhaus führen, auf der Suche nach ihrem alten Klassenzimmer oder dem Raum, in dem sie ihr Abitur geschrieben haben. Nach dem Abendessen wurde das Foyer erneut zur Bühne der „MiGy Revival Big Band“ und der Abi-Band von 1994 „Steuerfrei“. Auch zu der späteren Uhrzeit war das Schulhaus noch gut besucht.

„Man ist nach zehn Jahren doch positiv überrascht, was sich alles verändert hat“, meinte Udo Hartel aus Böblingen, der sein Abitur 2007 am MiGy gemacht hat.  „Schön ist, dass ein paar Sachen so geblieben sind wie sie waren. Genauso schön ist es aber, dass das Orange endlich weg ist“, erzählte Jan Weiß aus Stuttgart und lachte. „Auch die Technik, die im Unterricht verwendet wird, ist der Zeit angepasst. Das finde ich gut“, fügte der Abiturient von 2006 hinzu. Auch Timo Rebmann aus Deggingen, aus dem gleichen Abiturjahrgang, gefiel es, dass nicht alles komplett umgekrempelt wurde. „Schön, dass ein paar alte Elemente geblieben sind. Da kommen gleich Erinnerungen hoch.“

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