Ein energiegeladener Abend

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Die Big Energy Band der Musikschule unter Leitung von Stefan Wich begeistert mit einem anspruchsvollen Programm und einem breiten Querschnitt durch den Big-Band-Sound in der Geislinger Rätsche.  Foto: 

Gleich drei Musikschul-Ensembles unterhielten das Publikum am Freitagabend in der ausverkauften Geislinger Rätsche. Die Schüler der Geislinger Musikschule brachten ihrem Publikum Big-Band-Musik in allen Variationen, aus unterschiedlichen Epochen und in unterschiedlichem Temperament mit.  Die musikalischen Mentoren Jan Kaspschyk, Leiter der Jugend Big Band und Stefan Wich, Leiter der Big Energy Band, standen ihren jeweiligen Orchestern mit bester Laune, Lob und viel Humor vor.

Jan Kaspschyk bezeichnete seine „Starter-Band“ als „Small-Big-Band“. Die zehn Mitglieder der Jugend Big Band trügen dem demografischen Wandel Rechnung, sagte Jan Kaspschyk vor dem Konzert. Schon mit „Water mellow man“ zeigte die Jugend Big Band aber, dass auch ein kleineres Ensemble die Töne bestens beherrscht und einem großen keinesfalls nachsteht. Mit Ehrgeiz bestritten sie ihr Programm erfolgreich.

Herausragende Soli belohnte das Publikum verdient mit Applaus. Eine Version von „Michelle“ von den Beatles gefiel dem Publikum besonders gut. Fairness auf der Bühne bewiesen Jan Kaspschyk und Stefan Wich in humorvoller Weise. Stefan Wich gestand der Jugend Big Band eine Zugabe zu, obwohl „seine“ Big Energy Band schon aufgeregt auf ihren Auftritt wartete. Jan Kaspschyk dagegen konterte mit der „kürzesten Zugabe“, um die Bühne frei zu machen für die Big Energy Band, die fortan diesen Abend bestritt.

Mit einem anspruchsvollen Programm zeigte das Ensemble was es kann und bot einen breiten Querschnitt des Big-Band-Sounds. „Living for the city“ von Stevie Wonder ging einer bombastischen Jazzfilm-Melodie voraus. Klassiker von Count Basie, wie „It’s oh so nice“, durften nicht fehlen. Begeisterten Applaus erntete Benni Wolf (Alt-Saxofon) bei mehreren Solo-Einsätzen. „Ein Höllensaxofonist“, so entfuhr es Stefan Wich. „Julian Schönle ist ein fantastischer Trompeter geworden – denn er hat geübt“, lobte Stefan Wich weiter. Julian Schönle hatte zuvor Wichs Lieblingsballade von Benny Golson in berührender Weise auf der Trompete gespielt und auch das Publikum begeistert.

Die BK-Sweets, bestehend aus den Sängerinnen Ece Genca, Sarah Eckermann, Serena Cosentino, Jessica Schlumberger und Franziska Gallus, zeigten sich als selbstbewusste junge Sängerinnen. Ece Genca, die mehrere Songs als Leadsängerin bestritt, erinnerte zeitweise an Amy Winehouse. Unter der Leitung ihrer Mentorin Ursula Breyer-Kiefer hatten sie sich Titel ausgesucht, wie „All about that bass“ von Meghan Trainor.

Als Begleitsängerinnen mit eindrucksvoller Bühnenpräsenz standen die Sängerinnen dem „Special Guest“ des Abends zur Seite, Oberbürgermeister Frank Dehmer. Dieser plauderte mit dem Publikum und brachte die Lieder „Welt aus Glas“ von Max Mutzke und „Das Leben“ von Udo Lindenberg mit.

Mit „Pick up the pieces“ näherte sich der ohnehin schon mit viel Energie geladene Abend seinem Höhepunkt. Tim Müller (Gitarre)  und Philip Kolbas (Schlagzeug) rissen das Publikum geradezu von den Stühlen, bevor „Sweet Home Alabama“ den Abend beschloss. Die Big Energy Band, die BK-Sweets und Frank Dehmer gaben alles bis zum Schluss.

Das Publikum begleitete den Abend aktiv und belohnte den musikalischen Einsatz der jungen Musiker immer wieder mit viel Applaus, Bravo-Rufen und anerkennenden Pfiffen.

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