Durch den Kaiserstuhl und zum Schauinsland

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Die Vorzeichen zu dieser Reise waren alles andere als gut: Von den angemeldeten 36 Personen konnten letztendlich nur 23 Personen teilnehmen - die Jahrgänger sind eben schon 75 Jahre alt.

Bei schwerem Gewitter starteten die verbliebenen Teilnehmer am 10. Juni mit dem Bus Richtung Kaiserstuhl. Bei Sonnenschein konnte die Gruppe an der Raststätte Baden-Baden den ersten Halt mit einem Sekt-frühstück einlegen. Die anschließende zweistündige Bootsfahrt durch unberührte Natur - Deutschlands letzte Wildnis am Oberrhein, das Naturschutzgebiet "Taubergießen" - war ohne Regen und mit angenehmen Temperaturen ein Erlebnis.

Nach dem Mittagessen in Ettenheim in der alten Brauerei ging die Fahrt weiter nach Breisach am Rhein. Bei Sonnenschein konnten die Teilnehmer hoch über der Stadt das Sankt Stephansmünster samt Altstadt und Vogesenblick mit Rheinhafen besichtigen. Zum krönenden Abschluss gab es einen Cappuccino.

Die Fahrt zum Hotel in Endingen am Kaiserstuhl über Vogtsburg und Bahlingen bot schöne Ausblicke auf den Kaiserstuhl mit seinen imposanten Weinbergen und netten Ortschaften. Bei badischem Wein tauschten sich die Teilnehmer aus und befragten ihre Gäste aus Rottweil und Kanada. Mit dem italienischen Bergmannslied als Betthupferl ging es zum Schlafen.

Am zweiten Tag besuchte die Gruppe Freiburg und unternahm dort eine Stadtführung entlang der vielen Bächlein. Noch viel mehr Zeit hätte man in der Stadt mit ihren verträumten Gässchen mit Cafés und Geschäften verbringen können, waren sich alle einig.

Nach der Mittagspause auf dem Münsterplatz ging es durch das Höllental hinauf zum Titisee. So schön der See landschaftlich gelegen ist, war dort doch sehr viel Touristen-rummel, der nicht groß zum Verweilen einlud.

Die Fahrt zum Schauinsland war landschaftlich einmalig - fast wie in den Vogesen. Leider war die Sicht beim Besteigen des Gipfel-Turms etwas diesig. Auch diesmal gab es beim Abendessen Gelegenheit für viele Gespräche und einen lustigen, schwäbischen Vortrag zum Schulgeschehen der Jahrgänger, der viel Applaus bekam. Am dritten Tag besuchte die Gruppe im Markgräfler Land das sehenswerte Städtchen Staufen an der Badischen Weinstraße. Die heimeligen Gässchen und Cafés konnten jedoch die Sünden der Erdwärme-Bohrungen - mit bis zu 15 Zentimeter breiten Rissen am Rathaus - nicht vertuschen.

Durchs Münstertal vorbei an Aussiedlerhöfen über Menzenschwand kamen die Ausflügler an den schönen Schluchsee. Beim Mittagessen konnten die Jahrgänger die Segeljachten auf dem See beobachten. Über Bonndorf erreichten sie den Startbahnhof "Weizen" der Sauschwänzle-Museumsbahn. Während der Fahrt bekam die Gruppe demonstriert, was vor dem ersten Weltkrieg in Sachen Eisenbahnbau mit Tunnels, Viadukten und Kehrschleifen möglich war.

Sehenswert war auch das Eisenbahnmuseum in Blumberg. Um 17.30 Uhr ging es über die Bodensee-Autobahn heimwärts. Wohlbehalten und zufrieden erreichte die Gruppe gegen 19.30 Uhr Bad Überkingen. Beim Auseinandergehen waren sich alle einig, einen schönen Drei-Tages-Ausflug bei tollem Wetter und herrlicher Landschaft erlebt zu haben.

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