Donzdorf feiert seine Wehr

Ein dem Anlass würdiges Festwochenende hatten die Mannen der Freiwilligen Feuerwehr Donzdorf für ihr 150-Jahr-Jubiläum organisiert. Eine Mordsgaudi war dabei am Sonntag der Handpumpen-Spritzwettbewerb im östlichen Schlosshof.

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Die Feuerwehren aus Börtlingen-Breech, Gingen und Mühlhausen hatten ihre alten Pumpenspritzen hervorgeholt, aufpoliert und nach Donzdorf gebracht.

Nach dem Kommando "Wasser marsch" zeigten die Männer vollen Körpereinsatz. Je nach Spritzentyp mussten vier oder acht Mann die Pumphebel auf- und niederwippen, bis das Wasser aus der Schlauchdüse in hohem Bogen über den Schlosshof spritzte. Nicht nur angesichts der sommerlichen Temperaturen eine überaus schweißtreibende Angelegenheit.

Den ältesten Hydrophor aus dem Jahr 1699 präsentierten die Gingener und schafften mit ihrem Wasserstrahl stolze 24,30 Meter. Die Wehr aus Breech erreichte mit ihrer kleinen Spritzpumpe aus dem Jahr 1885 noch stattliche 17,75 Meter. Die Donzdorfer Feuerwehr erzielte mit ihrer Handpumpe aus dem Jahr 1864 enorme 37 Meter und übertrumpfte damit um fünf Meter die Wasserstrahlweite der Mühlhausener, die mit ihrer Spritzpumpe aus dem Jahr 1862 alles gegeben hatten.

Am Samstag hatte das Fest mit einer Fahrzeugschau begonnen. Mit dem Kreisfeuerwehrtag ging es gestern weiter (siehe nebenstehender Bericht), zudem spielten die Spielmanns- und Fanfarenzüge des Kreises auf. Die Schau von Fahrzeugen der Feuerwehr, des DRK, der Polizei und des THW war am Sonntag einer Schau von Feuerwehr-Oldtimern gewichen.

Besonders stolz war der Donzdorfer Kommandant Oliver Schmid auf den Opel Blitz, ein Löschfahrzeug aus dem Jahr 1958, das die Feuerwehr aus Nellingen für das Jubiläumsfest zur Verfügung gestellt hat. "Genau ein solches Modell war unser erstes Löschfahrzeug", erzählt Schmid: "Doch leider ist es seit dem Verkauf nicht mehr auffindbar."

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