Die Radinfrastruktur im Filstal verbessern

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Mit den Vertretern des Göppinger Kreisverbandes des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat sich der Göppinger SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich über Chancen und Möglichkeiten der Radinfrastruktur im Landkreis Göppingen besprochen. Im Mittelpunkt stand dabei auch der Wunsch nach einem weiteren Ausbau des Fahrradwege-Netzes.

Mit Blick auf jüngste Impulse aus der Landespolitik zu Radschnellwegen weist der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich auf die Bedeutung einer zeitgemäßen Radinfrastruktur im Kreis Göppingen hin. So müsse der weitere Ausbau der Nebenachsen künftig forciert werden, um noch mehr Menschen das Pendeln mit dem Fahrrad oder E-Bike zu ermöglichen. „Die Städtebauförderung sollte deshalb mit Anreizen arbeiten und gewisse ‚Ankerpunkte‘ etablieren. „In der Achse Kirchheim-Göppingen beispielsweise steckt viel Potenzial“, erklärte Hofelich. Ein langfristiges Ziel könne sein, dass der Radverkehr einen Anteil von etwa 20 Prozent am Gesamtverkehr erreiche. Um das Pendeln mit dem Rad attraktiver zu machen und damit die Straßen zu entlasten, müsse auch vor Ort in den Kommunen für gesicherte und geeignete Abstellplätze gesorgt sein, unterstrich der Abgeordnete – viele Städte und Gemeinden im Kreis gingen hier beispielhaft voran.

Bei der Finanzierung zum Ausbau und zur besseren Beschilderung des Radwegenetzes habe die SPD in der Landesregierung in den vergangenen Jahren mit Anreize geschaffen und beispielsweise in Ottenbach, Birenbach und im Nassachtal das Entstehen neuer Radwege gefördert. Mithin müsse nun auch unter Grün-Schwarz an der Unterstützung der Kommunen bei der Weiterentwicklung der Radwege festgehalten werden, mahnte Peter Hofelich.

Zwar solle die Hauptachse des Filstals im Rahmen der Rad-Strategie Baden-Württemberg auf einen optimalen Stand gebracht werden und man freue sich, dass demnächst alle Kommunen an der Hauptachse zu einem Treffen eingeladen sind, bei dem über die Machbarkeit eines Radschnellweges gesprochen werden wird. Jedoch vermisse man die Aufnahme der Mittelzentren Kirchheim und Schorndorf ins Radnetz sowie die Beachtung der für den Tourismus erschließbaren Seitentäler, erklärten die ADFC-Kreisvorsitzenden Dirk Messer und Andreas Posim. Angesichts des verbesserten Ausbaus der Radinfrastruktur in der Region Stuttgart dürfe der Landkreis Göppingen nicht abgehängt werden, sondern müsse weiter Vorreiter sein, zumal immer mehr Menschen dank technischer Neuerungen wie E-Bikes mit dem Rad zur Arbeit fahren. „Das Pendeln mit dem Rad nimmt zu“, konstatierte Dirk Messer. Deshalb sei es nötig, Radschnellwege im Land zu etablieren. Überdies wiesen die ADFV-Vertreter auf die Bedeutung des Bildungszeitgesetzes für ihr ehrenamtliches Engagement hin. Auch in Zukunft sei für sie von großer Bedeutung, dass das ehrenamtliche Engagement vieler Vereinsmitglieder im Kreis unter das Gesetz falle.

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Kommentare

06.12.2016 10:02 Uhr

Ach was!

Ich glaube nicht an eine echte Zunahme des Radverkehrs. Im Freizeitbereich ja, aber diejenigen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, sind meiner Meinung nach der gleiche harte Kern wie vor 20 Jahren.
E-Bikes sind schön und gut, aber in der Stadt haben die wenigsten eine Garage mit Stromanschluss. Und ich hätte keine Lust, ein schweres E-Bike täglich in den Keller zu tragen und den Akku dann ausgebaut in der Wohnung aufzuladen.
Auf dem Land ist das natürlich besser, aber wie viele wollen wirklich tagtäglich (und nicht nur bei gutem Wetter) hügelige Überlandstrecken mit dem Rad fahren? Und dann auch noch im Winter?

Nein, wenn schon ohne Auto, dann nur mit einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Radfahren ist seit den 50er-Jahren eher ein Freizeitspaß, und das wird sich auch nicht wesentlich ändern.

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