Abiturienten erzählen von ihren Plänen nach der Schule

Die Wege der frischgebackenen Abiturienten der Geislinger Emil-von-Behring-Schule trennen sich. Sechs Schüler erzählen von ihren Plänen.

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    Was kommt nach der Schule? Sechs Abiturienten erzählen von ihren Plänen. Foto: 
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    Anna Grothe studiert Public Management. Foto: 
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    Alexandra Schweiß wird Erzieherin, ihr Traumberuf. Foto: 
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Anna Grothe (18) aus Amstetten

„Als mir meine Mutter mal einen Flyer von ihrem Studium mitbrachte, wusste ich es: Ich will  dasselbe wie meine Eltern studieren. Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Ein Jahr lang Pause machen? Brauche ich nicht. Gleich im September fange ich mein dreieinhalbjähriges Studium an. Und danach Pause? Nein. Wenn ich eine gute Arbeitsstelle finde, möchte ich gleich anfangen zu arbeiten. Als Alternative hatte ich mir überlegt, Jura zu studieren. Doch, inzwischen weiß ich es: Wie die Eltern, so das Kind.“

Niklas Marchtaler (19) aus Türkheim

„Psychologie in Ulm oder Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation in Neu-Ulm. Dass es mich nach Ulm ziehen wird, weiß ich schon. Aber was ich studiere, steht noch in den Sternen. Ob mich die Uni für Psychologie annimmt, weiß ich nicht. Wie die Gesellschaft tickt, wie sich die Menschen verhalten und wie sie beeinflusst werden, das interessiert mich. Schon in der Oberstufe war Psychologie eins meiner Lieblingsfächer. Ich wusste: Das will ich weitermachen. Ich hoffe sehr, dass ich angenommen werde, auch wenn Plan B nicht schlecht ist. Unternehmenscoach ist nämlich auch sehr interessant.“

Julia Bostel (19) aus Kuchen

„Soll ich die Schule weitermachen oder nicht? Vor dem Abitur kam mir die Idee, ein freiwilliges soziales Jahr an der Bodelschwingh-Schule für geistig eingeschränkte Kinder und Jugendliche in Göppingen zu machen. Ich habe mich entschieden, das Abitur durchzuziehen und danach anzufangen. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und hatte noch nie Berührungsängste. Da ist das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum genau das Richtige. Ich kann es kaum erwarten, endlich anzufangen. Trotzdem möchte ich erst einmal schauen, ob es das Richtige für mich ist. Wenn nicht, kann ich mir vorstellen, statt dessen Immobilienmaklerin zu werden.“

Lisa Leikauf (19) aus Deggingen

„Als Kind konnte ich mir nie vorstellen, als Krankenschwester wie meine Mutter zu arbeiten. Doch das hat sich inzwischen geändert. In der Helfenstein-Klinik in Geislingen werde ich ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Wo es mich letztendlich hinziehen wird, weiß ich noch nicht. Aber eins ist sicher: Es sollte ein sozialer Beruf sein. Momentan habe ich keine Lust zu studieren, ich tendiere eher zu einer Ausbildung. Das Abitur gemacht zu haben, war trotzdem richtig, da es mir unendlich viele Möglichkeiten gibt. Wenn ich an meine Zukunft denke, wünsche ich mir nicht nur glücklich im Beruf zu sein, sondern auch dass wir, als Menschen auf der Erde, friedlich zusammenleben.“

Anna Schweizer (19) aus Deggingen

„Man muss auch mal raus aus dem Ländle. Das war mir schon in der 6. Klasse klar. Deshalb heißt es für mich ab September ‚Goodbye Germany, Hello Scotland‘. Ich werde in Forres, einer Landstadt im Norden, als Au-pair-Mädchen zehn Monate lang arbeiten. Ich erhoffe mir, dass ich die Schotten und ihre Kultur kennenlerne. Die schönen Berge im Land der Dudelsäcke haben mich schon immer mehr fasziniert als am Strand rumzuliegen. Natürlich würde ich noch viel länger die Welt entdecken, wenn ich mehr Geld hätte. Doch da das leider nicht so ist, werde ich nach meiner Zeit in Schottland Psychologie oder Lehramt in Tübingen studieren.“

Alexandra Schweiß (21) aus Salach

„Ich werde ab September eine praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin in der Nähe von Stuttgart machen. Bis ich mir sicher war, dass das das Richtige für mich ist, hat es lange gedauert. Denn fast jeder hatte mir aufgrund der Bezahlung von der Ausbildung abgeraten. Selbst Erzieher während eines Praktikums in der 8. Klasse haben den Kopf geschüttelt, als ich ihnen erzählt habe, dass ich im Kindergarten arbeiten möchte. Doch für mich ist es ein Traumjob. Und das kann niemand mehr ändern. Apropos Traum: Ich würde gerne nach meiner dreijährigen Ausbildung frühkindliche Bildung studieren. Dann steht mir nichts mehr im Weg, Leiterin eines Kindergartens zu werden.“

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