Die Kanone bestimmt das Eybacher Huttanzpaar

Die Eybacher feiern drei Tage lang mit Festumzug und Party – Höhepunkt ist der Huttanz der Kinder.

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Ines Kottmann und Jürgen Graf, Aurelia Baur und Benjamin Besle: So heißen die Huttanzpaare der Erwachsenen und der Kinder. Die beiden Paare wurden dieses Wochenende beim Huttanzfest in Eybach ermittelt.

31 ledige junge Männer bilden derzeit die Huttanzgesellschaft. Sie führen die bis ins Jahr 1648 zurückreichende Tradition fort. Nach dem Dreißigjährigen Krieg drückten die Eybacher mit dem Fest ihre Dankbarkeit dafür aus, dass der Ort vor größeren Kriegsschäden und der Pest bewahrt worden war. Heute steht das Fest für den Wunsch nach einer friedvollen Gesellschaft und Zukunft.

Zum Huttanz gehört längst ein mehrtägiges Rahmenprogramm: Los ging’s am Freitag mit einer Party in der Eybtalhalle, zu der 300 Besucher kamen. Am Samstag spielte die österreichische Band „Wildbach“ auf – an diesem Abend wurde das erwachsene Huttanzpaar ermittelt.

„Schön ist die Jugend, schön sind die Jugendjahre“, sangen die Mitglieder der Huttanzgesellschaft gestern, bevor sie zusammen mit den Festgästen aus dem Stadtbezirk und der Kommunalpolitik durch die Eybacher Straßen zogen – bejubelt von den Zuschauern und musikalisch begleitet von den Mitgliedern des Musikvereins Eybach und des Fanfarenzugs der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen.

Auf dem Festgelände an der Eybtalhalle drehten anschließend die rund 40 Mädchen und Buben ihre Runden, bis der erwartete Kanonenschuss ertönte und Markus Pöss, der Präsident der Huttanzgesellschaft, den begehrten Wiesenblumenstrauß an die Eybacherin Aurelia und den Kuchener Benjamin (beide 10) überreichte. „Aurelia hat noch am Vormittag gesagt, dass sie so lange mitlaufen will, bis sie gewinnt“, erzählte ihre Mama anschließend voller Stolz.

Wer beim Huttanz leer ausgegangen war, fand anschließend trotzdem Grund zur Freude: Beim Kinderschminken, in der Hüpfburg und beim Schokokuss-Schießen konnten sich die Buben und Mädchen verausgaben. Der Festzug fuhr zwischen Ortsmitte und Eybtalhalle hin und her. Alle zusammen ließen außerdem fröhlich bunte Luftballons in den Himmel steigen – ein passendes Bild für ein Fest im Zeichen der Dankbarkeit und des Friedens.

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