Der Pfarrplan 2018 erregt die Gemüter

Elf Tagesordnungspunkte hat die evangelische Bezirkssynode am Freitag ohne große Diskussion entschieden, doch der Pfarrplan 2018 hatte es in sich: Mindestens eineinhalb Pfarrstellen sollen eingespart werden.

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Kirchenbezirksrechner Klaus Machaczek ist auf weitere acht Jahre in sein Amt gewählt worden.

Gut drei Stunden dauerte die Sitzung der evangelischen Bezirkssynode, zu der sich am Freitagabend die Pfarrer und Synodalen aus dem evangelischen Kirchenbezirk im kirchlichen Jugendheim in Altenstadt getroffen haben. Zwölf Tagesordnungspunkte standen auf dem Programm, die offizielle Begrüßung des neuen Pfarrer-Ehepaars Margret Ehni und Volker Weiß als Seelsorger an der Helfenstein Klinik in Geislingen musste jedoch auf den Herbst verschoben werden.

Am heftigsten debattiert wurde der Tagesordnungspunkt 6, der Pfarrplan 2018. Die Pfarrer und Synodalen hatten das Protokoll der vorangegangenen Sitzung des Pfarrplanausschusses bereits im Vorfeld zugesandt bekommen. Zur Diskussion stehen 150 Prozent. Das heißt, irgendwie müssen im Kirchenbezirk bis zum Jahr 2018 insgesamt mindestens eineinhalb Pfarrstellen eingespart werden. Der Pfarrplanausschuss schlägt vor, noch ein wenig darüber hinauszugehen und 100 Prozent in Geislingen, 50 Prozent im Unteren Filstal (Süßen/Donzdorf) und 25 Prozent im Oberen Filstal (Auendorf/Deggingen/Bad Ditzenbach) einzusparen. Wenn jetzt bereits 25 Prozent mehr als erforderlich gekürzt würden, seien die verbliebenen Stellen bis zum Jahr 2024 sicher.

Obwohl während der Synode nichts Konkretes beschlossen wurde, ließen die betroffenen Gemeinden im Unteren und Oberen Filstal in ihren Kommentaren doch deutlich erkennen, wie schwer die geplanten Einsparungen sie treffen würden.

Dass in Geislingen die bisherige 50-Prozent-Pfarrstelle der Markusgemeinde nach der gelungenen Fusion mit der Martinsgemeinde bis spätestens 2018 wegfällt, ist schon lange klar; ebenso, dass die Paulus-Pfarrstelle auf 50 Prozent gekürzt wird. Dekanin Hühn bedauerte allerdings, dass die geplante Fusion der Paulus- mit der Stadtkirchengemeinde "ausgesetzt wurde" und die Vereinigung dann vollzogen werden müsse, wenn die Pauluskirchengemeinde nur noch eine halbe Pfarrstelle hat.

Begonnen hatte die Bezirkssynode mit einer Andacht des Donzdorfer Pfarrers Gerd-Ulrich Wanzeck. Im Anschluss berichtet die Landessynodale Beate Keller über die aktuellen Beratungen und Schwerpunktthemen in der Landessynode.

Offiziell von der Synode verabschiedet wurde die Steinenkircher Pfarrerin Ingeborg Brüning, die im September aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand geht. Als "rührig, kreativ und innovativ und mit viele Freude an der Arbeit", schilderte Hühn ihre Mitarbeiterin bei diesem Abschied.

In einem nichtöffentlichen Teil der Synodalversammlung wurde Kirchenbezirksrechner Klaus Machaczek auf weitere acht Jahre in sein Amt gewählt. Später wurde er für seine Arbeit in den Jahren 2004 bis 2008 einstimmig von der Synode entlastet.

In den Beschließenden Ausschuss des Jugendwerks wurden zwei neue Mitarbeiter gewählt: Kerstin Rothfuß aus Gingen und Heike Schenkel aus Hohenstadt.

Martin Breitling machte zum Schluss der Versammlung noch darauf aufmerksam, dass der Klezmer-Abend in der Markuskirche mit dem Klezmer-Quartett Jontef am kommenden Donnerstag, 29. März, nicht wie ursprünglich angekündigt um 19.30 Uhr, sondern erst um 20 Uhr beginnt.

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