Der Kinderschutzbund bietet Mädchen und Jungen eine Lobby

Der  Kinderschutzbund hilft jede Woche 120 Schülern bei den Hausaufgaben und unterstützt Kinder beim begleiteten Umgang mit den Eltern.

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  • Wenn  Sigrid Bauer vom Kinderschutzbund dabei ist, machen diesen Schülern der Tegelbergschule sogar die Hausaufgaben gleich viel mehr Spaß. Und nach dem Lernen wird gespielt.   1/2
    Wenn  Sigrid Bauer vom Kinderschutzbund dabei ist, machen diesen Schülern der Tegelbergschule sogar die Hausaufgaben gleich viel mehr Spaß. Und nach dem Lernen wird gespielt.  Foto: 
  •  Hausaufgabenbetreuung des Kinderschutzbundes an der Tegelbergschule -  2/2
    Hausaufgabenbetreuung des Kinderschutzbundes an der Tegelbergschule - Foto: 
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Zwei separate Eingänge führen in die neuen Räume des Geislinger Kinderschutzbundes direkt neben dem Carisatt-Laden in der Überkinger Straße. Der Grund: Der Verein betreut Eltern und Kinder im sogenannten begleiteten Umgang (BU), der zumeist vom Familiengericht angeordnet wird. Kinder, deren Eltern in Trennung leben, können beim Kinderschutzbund alle 14 Tage unter Aufsicht eines Ehrenamtlichen zwei Stunden mit einem Elternteil verbringen. Etwa 20 solcher Fälle gibt es aktuell in Geislingen. Das Alter der betroffenen Kinder reicht von wenigen Monaten bis zehn Jahren.

Manchmal kommt es beim BU auch zu schwierigen, spannungsgeladenen Situationen. Deshalb die zwei Eingänge: So müssen sich die ehemaligen Partner nicht zwangsläufig begegnen, wenn das Kind gebracht und abgeholt wird. Oft stehen die Kinder zwischen den Fronten, werden von den Eltern in ihren Machtkämpfen als Druckmittel missbraucht oder müssen in Konfliktsituationen als „Prellbock“ herhalten. Die Ehrenamtlichen  des Kinderschutzbundes sind während des BUs ausschließlich für die Kinder und ihre Interessen zuständig, betont Sigrid Bauer, eine von fünf Ehrenamtlichen des Kinderschutzbundes, die die BU betreuen.

Den Spielbereich, in dem Kinder und Eltern während der BU ihre gemeinsame Zeit verbringen, möchte der Kinderschutzbund jetzt kinderfreundlicher gestalten. „Die Kinder sollen sich hier wohlfühlen“, sagt die Vorsitzende Renate Neuwirth. Dazu gehören auch Spielsachen für alle Altersklassen, vom Kleinkind bis zum Jugendlichen. Außerdem soll es einen Bereich mit Sofa oder Sitzecke geben, wo Kinder und Eltern auch mal zusammen kuscheln können. Darüber hinaus ist als weiteres Angebot ein Eltern-Café angedacht, in dem sich die Eltern auf „neutralem“ Boden aussprechen können.

Recht auf Bildung

Neben dem BU ist  die Hausaufgabenbetreuung ein weiteres „Standbein“ des Kinderschutzbundes. Etwa  120 Schüler unterstützt der Verein an Tegelberg- und Lindenschule jede Woche bei den Schularbeiten. Bis vor Kurzem gab es das Angebot auch im Jugendhaus Tälesbahnhof. Stattdessen wird es vermutlich im nächsten Schulhalbjahr in der Einsteinschule weitergehen.

„Hausaufgabenbetreuung  ist nach wie vor ein Brennpunktthema“, sagt Renate Neuwirth.  Aller Orten werde das Recht auf Bildung propagiert. Aber dazu brauche es neben professioneller Nachhilfe eben auch kostenfreie Angebote. „Viele Eltern können sich keine Nachhilfe leisten oder erkennen nicht, dass sie überhaupt notwendig ist.“  Deshalb sei es wichtig, den Schülern das Gefühl zu vermitteln: Wenn ich lerne, erreiche ich etwas. „Die Kinder sind für ihre Umstände schließlich nicht verantwortlich.“

Räume mit Leben füllen

Der Kinderschutzbund leistet schon sehr viel und hat noch mehr vor. Die neuen, größeren Räume in der Überkinger Straße sollen sich mit Leben füllen. Am neuen Standort wird der Verein von der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen. Das hat zur Folge, dass Menschen mit konkreten Anliegen gerne einfach vorbeikommen würden. Feste Öffnungszeiten gibt es im Moment aber nicht,  obwohl der Kinderschutzbund gerne eine niedrigschwellige Beratungsmöglichkeit anbieten würde. „Wir brauchen jemanden, der zuverlässig da ist“, erklärt Neuwirth. „Viel Arbeit lastet im Moment auf den Schultern von vier ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern.“

Zuallererst braucht der Kinderschutzbund allerdings erst einmal die Ausstattung für  ein funktionstüchtiges Büro. Auch das Mobilar ist in die Jahre gekommen. Kindgerechte Stühle gibt es im Moment gar keine. Ein weiteres Ziel: die Küche vollständig einrichten, damit in Zukunft auch wieder das Kinderkochen stattfinden kann.

Dazu braucht der Kinderschutzbund die Unterstützung der GZ-Leser. „Finanziell brennt es an allen Ecken und Enden“, sagt Renate Neuwirth.

Helfen
Mit Veranstaltungen können  Sie die Projekte der GZ-Weihnachtsaktion unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein.

Geldspenden
Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne.

Die Spendenkonten sind: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 
0006 0770 99
Volksbank Göppingen
IBAN: DE14 6106 0500
0608 0000 00
Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG ­genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).

Sachspenden
Auch für die Tombola der GEISLINGER ZEITUNG beim Weihnachtsmarkt in der Geislinger Altstadt vom 15. bis 17. Dezember sind wir wieder ganz stark auf Ihre Unterstützung angewiesen. Verlost werden sowohl  Sachspenden als auch Gutscheine.
Unsere Sekretärinnen bitten momentan Geschäftsleute aus Geislingen und Umgebung telefonisch um Unterstützung. Wer etwas spenden möchte, kann sich gerne beim Redaktions­sekretariat melden, unter der Rufnummer
☎ (07331) 202-42

Kontakt
Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an die GZ-Volontärin Stefanie Schmidt wenden. Kontakt: ☎ (07331) 202-41 oder per E-Mail:
s.schmidt@swp.de

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