Chinesen übernehmen die Kaiser-Brauerei

Die Geislinger Kaiser-Brauerei wird von der Aitedian (Interna­tional) Holding GmbH mit Sitz in Ottobrunn gekauft.

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Für die Geislinger Kaiser-Brauerei, die vor drei Jahren in Insolvenz gegangen ist, hat Insolvenzverwalter Tobias Sorg einen Investor gefunden. Käufer ist die Aitedian (International) Holding GmbH mit Sitz in Ottobrunn (Geschäftsführer Jiang Guojian), alle Arbeitsplätze bleiben bei der Übernahme erhalten, teilt Sorg mit. Durch den Kauf könne eine hohe Insolvenzquote gezahlt werden. Die Sanierung sei damit erfolgreich abgeschlossen.

„Es war uns ausgesprochen wichtig, dass der Käufer zur Brauerei passt und ihm der Familienbetrieb am Herzen liegt“, erklärt Sorg in einer Pressemitteilung. Die Projektverantwortliche der Aitedian (International) Holding, Frau Xiaoping Zhao-Moll, verfolge die Geschichte der Kaiser-­Brauerei und deren positive Entwicklung im Insolvenzverfahren schon lange. Ihr seien Tradition und die hohe Qualität der Produkte besonders wichtig. „Ich habe über die Brauerei und ihre Geschichte gelesen und fand es beeindruckend, wie Familie und Mitarbeiter, gemeinsam mit der Insolvenzverwaltung, die Krise erfolgreich gemeistert haben und gestärkt daraus hervorgegangen sind. Das ist in China auch außerordentlich wichtig, deshalb hat uns der Betrieb angesprochen“, sagt Zhao-Moll. „Wir wollen die Geschäftsführung auf jeden Fall in Familienhand lassen und den in den letzten Jahren eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen.“ Außerdem sollen die Kaiser-Biere langfristig auch in China als hochwertiges Bier verkauft und so ein neuer Markt erschlossen werden.

Die Familie Kumpf freue sich über den Verkauf, heißt es in der Mitteilung. „Für die Zukunft der Kaiser-Brauerei ist diese Entscheidung großartig, und wir freuen uns, mit der Aitedian (International) Holding jemanden gefunden zu haben, der sich für uns und unsere Brauerei wirklich interessiert“, sagt Ulrich Kumpf.  Christoph Kumpf ergänzt: „Wir waren stark in den Investorenprozess und die Entscheidungen eingebunden. Wir alle waren uns auf Anhieb sympathisch und es herrscht sehr viel Einigkeit über die weiteren Entwicklungen.“

Insolvenzverwalter Tobias Sorg hat die Mitarbeiter bereits über die Entwicklung informiert. Die endgültige Übernahme soll am 1. September erfolgen.

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