Bunte Mülleimer für Umwelt: Geislingen soll sauber bleiben

Schüler des Helfenstein-Gymnasiums haben Mülleimer mit witzigen Motiven gestaltet. Das soll zu mehr Sauberkeit in Geislingen beitragen.

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Die Achtklässler des Helfenstein-Gymnasiums haben mit ihrer Kunstlehrerin Elisabeth Straußberger witzige Motive für Mülleimer gestaltet. Diese werden nun in der Schule und in der Stadt aufgestellt.  Foto: 

Viele ärgern sich darüber: Unterwegs, nach dem Naseputzen oder Brezel­essen, bleibt Müll übrig und kein Abfalleimer ist in Sicht. Oft landet die Verpackung oder das Taschentuch dann auf dem Boden. Damit das in Geislingen künftig nicht mehr so oft passiert, haben Schüler der achten Klasse des Helfenstein-Gymnasiums ungefähr 100 Mülleimer gestaltet. Gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Elisabeth Straußberger haben sie witzige Comic-Motive auf Papier gebracht, mit denen sie die Mülleimer beklebten.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde die Aktion im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses Mach 5 angestoßen, die zu einer verbesserten Sauberkeit in Geislingen beitragen soll. Die Schüler hatten genaue Vorgaben: Ihre Bilder sollten bestimmte Maße haben, damit sie überhaupt auf die Mülleimer passen, erzählt die 13-jährige Viktoria. „Außerdem mussten wir gleichmäßig in eine Richtung malen“, fügt die gleichaltrige Sinja hinzu. Schatten, um den Motiven Tiefe zu geben, und Mimik und Gestik, um sie lebendig zu machen, waren auch wichtig.

Die Achtklässler waren kreativ und haben sich einiges einfallen lassen: Die 14-jährige Carolin hat ein Stück Müll gemalt, das traurig ist, weil es nicht  bei den anderen Abfällen im Eimer ist. Als Gegenstück dazu gibt es von der 13-jährigen Amelie einen Mülleimer, der glücklich strahlt, weil alle Abfälle in ihn geworfen wurden. „Ich habe bunte Farben genommen, damit die Mülleimer ansprechender werden und die Leute ihre Abfälle auch hineinschmeißen“, erklärt die gleichaltrige Marlene ihr Motiv.

Den Schülern hat dieser andere Unterricht großen Spaß gemacht. „Ich war auf jeden Fall motivierter als sonst, weil man nicht so viele Vorgaben hatte“, erzählt der 13-jährige Magnus. Für Kunstlehrerin Straußberger war es eine kleine Herausforderung, das Projekt in den Unterricht einzubauen und zu benoten. „Es hat Freude gemacht zu sehen, wie gut es bei den Schülern ankam – vor allem bei denen, die sonst schwer zu motivieren sind“, freut sie sich. Dennoch war die Aktion mit großem Aufwand verbunden und kann nicht dauerhaft in den Schulalltag integriert werden.

Die Aktion zum Thema Sauberkeit und Kunst hatte Sonja Pfau vom städtischen Umweltbüro angestoßen und im Auftrag von Mach 5 die Geislinger Schulen angeschrieben: Drei Schulen hatten sich gemeldet, letztlich wurde die Aktion aber nur am HeGy umgesetzt.

Ein paar Hindernisse

Pfau und Straußberger arbeiteten gemeinsam an der Umsetzung und stießen schnell auf ein paar Hindernisse. Manche Materialien waren schlicht unpraktisch, andere wie Graffitisprays gesundheitsschädigend. Schließlich einigten sie sich darauf, dass die Motive auf Papier gemalt und dann von einem Grafiker auf eine Klebefolie gedruckt wurden.

„Ich war total begeistert, als ich die ersten Entwürfe bekommen habe“, erinnert sich Sonja Pfau. Aus 54 Motiven, die am Ende zusammenkamen, wurden zwölf von einer Jury – bestehend aus Straußberger, Pfau, zwei Elternvertreterinnen und den Schülersprechern – ausgewählt. Pfau ist zufrieden damit, wie das Projekt sich entwickelt hat. „Ich fand es eine sehr gelungene Aktion und bin gespannt, wie es in der Stadt angenommen wird.“

Die Mülleimer werden im HeGy in den Klassenzimmern, auf den Fluren sowie auf dem Schulhof aufgestellt. Weitere Mülleimer sollen entlang des Tälesradwegs, an Bolz- und Spielplätzen sowie im Stadtpark für mehr Sauberkeit sorgen.

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