Bläser der DSR mit hohem Niveau

Traditionell im Frühjahr zeigen an der Daniel-Straub-Realschule (DSR) die Bläserklassen und die Big Band ihr Können. Das Profil der DSR ermöglicht es Schülern, sich ab der 5. Klasse für ein Blasinstrument zu entscheiden und an der Musikschule zu erlernen.

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Die Bläserklassen der Daniel-Straub-Realschule geben ihr Frühjahrskonzert.  Foto: 

In der Klasse wird von Anfang an das Zusammenspiel im Bläser-Klassenorchester gelernt.

Der Zweite Vorsitzende des Fördervereins der DSR, durch dessen Unterstützung die Bläserklassen möglich sind, Rolf Maurer, begrüßte die Gäste des Frühjahrskonzertes in der Schulaula. Durch das Programm führte charmant und souverän die Schülersprecherin Hannah Weilguni.

Für die Klasse 5b war es die Premiere. Nach nur einem halben Jahr Musikunterricht spielten sie unter der Leitung ihres Musiklehrers Sven Schrade sechs Musikstücke, unter anderem "Sur le pont d'Avignon", "Hänschen klein" und eine "Bourlesque" von Leopold Mozart. Die Schüler stellten die Stücke selbst vor und zeigten so, dass sie auch über die Entstehungsgeschichte und die musikalischen Hintergründe Bescheid wissen. Bei so bekannten Stücken sei auch das Mitsingen nicht verboten, forderte ein Fünftklässler die Zuhörer heraus.

Die 6b unter der Leitung von Christina Schocher spannte bei ihren vier Stücken den musikalischen Bogen von der Barockzeit bis ins Jahr 2010 mit dem Song "Firework" von Katie Perry. Das vergnügliche Stück "Supercalifragilistischexpialigorisch" aus dem Musical "Mary Poppins" handelt von einem Zauberspruch, der einem alles ermöglichen kann. Die Schüler der 6b hatten jedoch keine magische Hilfe nötig: Tempiwechsel und das Zusammenspiel auch von anspruchsvollen Sätzen wie beim "Te Deum" - besser bekannt als "Eurovisionsmelodie" - meisterten die jungen Musiker gekonnt.

Hannah Weilguni betonte bei der Ankündigung der 7b, wie aktiv die Klasse in den vergangenen Monaten war, zum Beispiel bei Auftritten im Seniorenzentrum oder bei der Arbeiterwohlfahrt.

Aktiv waren auch ihre Eltern: Sie sorgten für das Catering an diesem Abend. Unter der Leitung von Günther Frank zogen die Schüler in die Aula ein, die mit ihren Rängen und ihrer Akustik für diese Art von Aufführung wie geschaffen ist. Sie nahmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise, die in den späten Siebzigern mit "Summer nights" in den USA startete, mit dem Beatles-Song "And I love her" nach Großbritannien führte und nach einem Abstecher nach Irland in Südafrika endete.

Bei der Moderation wurde einmal mehr deutlich, dass durch gemeinsames Musizieren und gemeinsame Auftritte Kompetenzen gefördert werden, die im Schulalltag oft unentdeckt bleiben, zum Beispiel ein Entertainer-Naturtalent. Musikalisch demonstrierten drei Posaunisten, was unter einem "Glissando" zu verstehen ist. Mit dem Stück "Trombones for President" war man beim Swing angelangt.

Nach der Pause kamen die Schüler der 8b zum Zug, die in wenigen Wochen ihre Bläserklassen-Zeit beenden. Der Lohn des vierjährigen Übens wurde schon beim ersten Stück deutlich. "Shakleford Banks" ist Western Music, die in ihrem Schwierigkeitsgrad an Symfonische Blasmusik heranreicht. Das swinging "Swiss whistle" lud das Publikum zum Mitpfeifen ein. Alsdann erinnerten die Schüler unter der Leitung von Günther Frank in einem Medley an die kompositorische Schöpferkraft von Björn Ulvaeus und Benny Anderson, den zwei "B"s der Gruppe Abba. Dabei gelangen den Schülern schwierigste Tonartwechsel. Mit dem Thema zu "Game of Thrones" war man in der Gegenwart angekommen.

Die Big Band der DSR beschloss den Abend. Unter der Leitung von Günther Frank fuhren die Schüler aus den Klassen 7 bis 10 alles auf, was eine gute Big Band ausmacht: Walking Bass, Piano-Solo, Saxofon-Solo und mitreißendes Schlagzeug, an dem an diesem Abend nicht nur ein Mal ein Mädchen saß.

Als Zugabe erklang ein Klassiker des Big-Band-Repertoires: Mit "In the mood" bewies das Ensemble, dass sein Können weit über das Niveau einer gewöhnlichen Schul-Big-Band hinausreicht.

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