Binder: Metropolexpress bis Amstetten beste Lösung

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Der Geislinger Landtagsabgeordnete Sascha Binder (SPD) begrüßt die Ankündigung des Verkehrsministeriums, eine Verlängerung des Metropol­expresses (Mex) bis nach Amstetten zu prüfen. „Es kann nicht sein, dass man die Lebenswirklichkeit der Menschen zwischen Geislingen und Ulm ignoriert“, sagt Binder, der jüngst beim Treffen von Kommunalpolitikern und Abgeordneten im Verkehrsministerium vor Ort war.

Die Vorteile einer Verlängerung liegen für Binder auf der Hand: Zum einen „würde das die Situation der Menschen in der Region deutlich verbessern“. Zum anderen wäre das Gezänk um ein Abstellgleis in Geislingen auf einen Schlag erledigt, weil man es dort nicht mehr braucht. Besagtes Gleis ist ein Wartegleis für den Metropolexpress, um den Fernverkehr passieren zu lassen. Und in Amstetten würde das Gleis – sofern nötig – wohl deutlich günstiger werden als drei Millionen Euro, die für Geislingen veranschlagt sind.

Dass ein Mex bis Am­stetten am Geld scheitern könnte, ist für Binder undenkbar. „Das Land müsste zwar mehr Geld ausgeben. Wegen der guten finanziellen Lage sehe ich da aber kein Problem.“ Weil das Ganze eine Co-­Finan­zierung des Alb-Donau-­Kreises erfordere, müs­se sich auch der öffnen. 800 000 bis eine Million Euro würden dafür pro Jahr fällig. Der Kreis Göppingen beteiligt sich mit 1,1 Millionen Euro am Halbstundentakt bis Geislingen.­

Was Binder Sorge macht, sind die neuen Verwerfungen bei Stuttgart 21, aus dem nun Stuttgart 24 zu werden droht. An dessen Start hängt die Umsetzung des neuen Fernverkehrskonzepts, das die Bahn derzeit ausarbeitet – und damit auch der durchgehende Mex-Halbstundentakt. Über eine kleine Anfrage ans Ministerium hatte Binder erfahren, dass die Behörde schon im Juli wusste, dass erst nach der Umplanung des Regionalknotens im Stuttgarter Hauptbahnhof feststehen würde, ob noch ein Abstell­gleis gebraucht wird. Im August war aber ein Brief mit den Zuschussmodalitäten rausgegangen. Im Kreis wurde die Verzögerung erst im September publik.

Binder nennt dies „verschenkte Monate“. Er appelliert, dass „eine Lösung“ für den Metropol­express gefunden werden muss, die „in Kauf nimmt, dass es noch mal eine Verzögerung bei S 21 gibt“.

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