Astrid Köpf liebt die beruflichen Herausforderungen

Seit vergangenem Jahr ist Astrid Köpf Leiterin des Fachbereichs Bauverwaltung – und damit auch verantwortlich für Friedhöfe, Feuerwehren und Bauhof.

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Astrid Köpf im Alten Zoll. Der Erhalt historischer Gebäude ist für die studierte Architektin und Chefin der Geislinger Bauverwaltung eine Herzensangelegenheit.  Foto: 

Es war Ende 2015, als Astrid Köpf die Ausschreibung für die Stelle eines Nachfolgers für Peter Lecjaks las. „Das hört sich ja spannend an“, dachte sie. Der Leiter der ­Bauverwaltung in Geislingen ­sei nicht nur zuständig für ­Baurechtsfragen, Stadtsanierung, Denkmalschutz, Beschaffung und Vergabe stand dort zu lesen, sondern darüber hinaus für die Feuerwehren in Geislingen und den eingemeindeten Orten, für die Friedhöfe im gesamten Stadtgebiet und für den Bauhof.

Diese Vielfalt hat Astrid Köpf fasziniert. Weil die 49-Jährige von Natur aus neugierig auf Neues ist und sich gerne solchen Herausforderungen stellt, bewarb sie sich. Mit Erfolg. Im Juli 2016 wurde sie Nachfolgerin Lecjaks, der das Amt vor ihr mehr als 33 Jahre lang ausgeübt hatte. Seither ist Astrid Köpf für alle fünf Sachgebiete hauptverantwortlich.

Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Kreisbaumeisterin im Kreis Heidenheim und später als stellvertretende Fachbereichsleiterin für Schulen und Gebäudemanagement in Heidenheim brachte die studierte Architektin genügend Vorwissen für die typischen Bauverwaltungsaufgaben mit. „Von den anderen drei Bereichen hatte ich gar keine Ahnung“, bekennt Astrid Köpf offen, „ich war vorher noch nie in einem Krematorium. Und mein einziger Bezug zur Feuerwehr war mein Opa, der bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart tätig war.“

Inzwischen hat sich das grundlegend geändert. Astrid Köpf war so oft wie möglich beim Bauhof, auf den Friedhöfen sowie bei den Feuerwehren vor Ort und unterhielt sich mit den dortigen Mitarbeitern. „Mir ist wichtig, dass die Leute mich kennen und wissen, dass ich bei Fragen Ansprechpartnerin bin und ein offenen Ohr für sie habe“, betont sie.

Sie ließ sich von allen Bereichsverantwortlichen über die aktuelle Situation, die Probleme und Wünsche berichten und arbeitete sich so in die Materie ein. „Das dauert seine Zeit, genauso wie den tieferen Einblick in die städtebaulichen Besonderheiten zu erhalten.“

Wichtig ist der Fachsbereichsleiterin ein offener Führungsstil. Die Betonung liegt für sie auf dem Miteinander mit ihren Mitarbeitern. Was sie am meisten an ihrer Arbeit liebt, ist der Denkmalschutz. „Das hat mich schon während meines Studiums gefesselt: mit welchen Mitteln vor Jahrhunderten Häuser errichtet wurden, die bis heute Bestand haben.“ Damit liegt ihr auch am Herzen, die zum Teil sehr alten Gebäude zu erhalten.

Dazu gehört der Alte Zoll, der momentan aufwendig restauriert wird. Die Expertin gerät regelrecht ins Schwärmen, als sie von der Holzbohlenwand erzählt, die unter den Schichten von Gips, Tapeten und Holz zum Vorschein kam und vermutlich aus der Gründungszeit des Alten Zolls stammt (wir berichteten). Und davon, wie vorsichtig die Restauratoren vorgehen müssen, um die Bausünden der Jahrhunderte vorsichtig Schicht für Schicht abzutragen, um das Ursprüngliche wieder zur Geltung zu bringen.

Nach Hause hat es Astrid Köpf nicht allzu weit. Sie wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern, elf und 13 Jahre alt, in Gussenstadt. Um den Kopf nach einem stressigen Arbeitstag frei zu kriegen, hat sie das Reiten wieder entdeckt – früher ihre große Passion. Dazu fährt sie eigens zu Bekannten nach Westerheim. Im Urlaub zieht es die Familie in den hohen Norden. „In Nordfriesland auf dem Deich, das Meer auf der einen Seite, die Ebene auf der anderen – dort fühle ich mich richtig wohl.“

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