Hunger treibt die Graureiher in die Stadt

Geislingen.  Wenn in freier Landschaft das Nahrungsangebot knapp wird, ziehts die Tiere in die Nähe des Menschen: Ein Graureiher war am Sonntagnachmittag ein Beispiel dafür. Er stolzierte am MAG-Gebäude entlang.

Der Graureiher, der am kleinen Bachlauf der Rohrach vor dem Samariterstift nach Nahrung Ausschau hielt, war gewiss nicht das erste Mal in der Stadt. Denn ungeachtet der Passanten um ihn herum, stolzierte er am Wasser entlang, als sei es sein ureigenstes Revier. Auf der Suche nach Nahrung hat ers auf kleine Fische abgesehen, die er bisweilen auch aus kleinen Gartenteichen stibitzt, sofern sie nicht zugefroren sind.

Herbert Saum, Naturschutzbeauftragter des Landkreises Göppingen, weiß aus eigenen Beobachtungen, dass es rund um Geislingen mehrere Fischreiher-Kolonien gibt. Nachdem die Population vor einigen Jahren geschrumpft sei, habe sie sich inzwischen wieder erholt. Beliebtes Rückzugsgebiet der Fischreiher sind die Weiherwiesen im Rohrachtal. Wenn aber die Uferzonen frieren und das Nahrungsangebot knapp wird, müssen sie sich nach anderen Angeboten umsehen. Deshalb machen sie auch auf den Feldern Jagd nach Mäusen.


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Autor: MANFRED BOMM | 09.02.2010

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