Als Vize bei der Wehr folgt auf den Vater der Sohn

In ihrer Hauptversammlung hat die Freiwillige Feuerwehr Geislingen am Freitag einen neuen Kommandanten-Stellvertreter gewählt. Manfred Baumholzer (61) scheidet aus, sein Sohn Andreas (39) wird sein Nachfolger.

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Gruppenbild nach dem Stabwechsel auf dem Posten des "zweiten Mannes": Unser Bild zeigt von links Oberbürgermeister Wolfgang Amann, den bisherigen stellvertretenden Kommandanten Manfred Baumholzer, seinen Nachfolger Andreas Baumholzer und Feuerwehrkommandant Jörg Wagner. Foto: Bernward Kehle

Der Lehrsaal im Geislinger Feuerwehrmagazin platzte am Freitagabend fast aus den Nähten, als Kommandant Jörg Wagner die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen eröffnete. Sein Gruß galt neben seinen Floriansjüngern dem Kommandanten der Bad Überkinger Wehr, Michael Baumeister, sowie Vertretern der Stadt und ihrer Gremien.

In seinem Tätigkeitsbericht brachte der Kommandant zum Ausdruck, dass das Jahr 2011 mit 212 Einsätzen sehr arbeitsreich gewesen sei. Gegenüber dem Jahr 2010 sei ein Plus von 45 Einsätzen zu verzeichnen. Er listete auf: 33 Brandeinsätze gliedern sich in 30 Klein- und drei Mittelbrände. Bei insgesamt 135 Hilfeleistungen waren 42-mal Ölspuren zu beseitigen, bei den 55 Einsätzen mit technischer Hilfe musste die Feuerwehr 18 Türen öffnen und 26 Sturmschäden beseitigen. Ferner habe die Feuerwehr 35 Personen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet, hiervon acht bei Bränden und 27 durch "technische Rettung", zum Beispiel nach Verkehrsunfällen. Sechs Menschen hätten leider nur noch tot geborgen werden können.

Als Stützpunktwehr sei die Geislinger Wehr bei Nachbarwehren 14-mal im Einsatz gewesen, 70 Sicherheitswachdienste habe sie absolviert und im Rahmen der Brandschutzerziehung hätten sechs Gruppen mit 89 Kindern die Feuerwache besucht.

Jörg Wagner dankte den beiden Gerätewarten Wolfgang Pflüger und Holger Lobenhofer, die in den Zentralwerkstätten Atemschutz und Schlauch rund 8500 Prüfungen, Wartungen und Reparaturen vorgenommen und darüber hinaus noch die 18 Einsatzfahrzeuge gewartet und gepflegt hätten.

Über die Arbeit des Fanfarenzuges im vergangenen Jahr berichtete dessen Stabführer Uli Häberle. Der Fanfarenzug, dem derzeit 30 Musiker angehören, sei 28-mal aufgetreten, so oft wie nie zuvor, und habe 53 Proben abgehalten. Auch der Jugendwart der Jugendfeuerwehr, Fabian Funk, wusste nur Gutes zu berichten. Erfreulich sei, dass seine Truppe nun 28 Jugendliche zähle. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sei sehr erfreulich verlaufen, sie seien mit Eifer und Freude dabei gewesen. Sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr seien 2011 in die Einsatzabteilung übergegangen.

Nach den Berichten beantragte Stadtrat Peter Maichle die Entlastung des Feuerwehrausschusses und des stellvertretenden Kommandanten Manfred Baumholzer, der sich nicht mehr für das Amt zur Verfügung stellte. Ihn zu loben, "wäre Eulen nach Athen getragen", meinte Maichle. Den einzigen Fehler, den er gehabt habe, sei ein Sprachfehler gewesen - er habe nie Nein sagen können.

In geheimer Wahl wurde ein neuer Stellvertreter des Kommandanten gewählt. OB Amann verkündete das Ergebnis: Von 107 Feuerwehrangehörigen hätten 89 Andreas Baumholzer gewählt, elf Stimmen seien ungültig gewesen, es gab fünf Stimmenthaltungen und zwei Voten mit anderen Namen.

In seiner Rede zum Abschluss der Hauptversammlung ging der Oberbürgermeister kurz auf die Vita von Manfred Baumholzer ein, der im Herbst offiziell verabschiedet werde. Nach Ausführungen zu angeschafften Fahrzeugen, Bauten von Magazinen in den Ortsteilen, zum umorganisierten Sonntagsdienst und zum "Einsatzleiter vom Dienst" (EvD) dankte der OB allen Feuerwehrleuten für ihr außerordentliches Engagement zum Wohl der Stadt.

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