Abwasserkanäle im Zillerstall nicht ganz dicht

Viele Abwässerkanäle im Geislinger Wohngebiet Zillerstall sind undicht. Und zwar so sehr, dass die Stadtverwaltung nicht länger zuwarten will.

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Der Geislinger Gemeinderat stimmte gestern zu, dass marode Abwasserkanäle im Zillerstall sofort und auf einen Zug saniert werden. Das wird rund 550.000 Euro kosten, weit mehr als der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung heuer für derartige Arbeiten vorgesehen hatte, nämlich nur 200.000 Euro. Der Gemeinderat billigte die Mehrausgaben, zumal diese mit der Abwasserabgabe verrechnet werden dürfen.

Wie der städtische Tiefbauleiter Ulrich Weingart, der auch den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung leitet, erläuterte, hat eine Spezialfirma mit einer Kamera im Bereich Zillerstall und Schwärzwiesen 15.672 Meter Kanäle befahren und nach fünf Schadensklassen erfasst. Das Ergebnis: Für 2789 Meter besteht sofortiger Sanierungsbedarf (Schadensklasse 5), für 6253 Meter kurzfristiger Sanierungsbedarf (Klasse 4). Weingart: "Insgesamt sind 58 Prozent der befahrenen Kanäle in einem schlechten Zustand und müssen dringend saniert werden." Bei Abwasserleitungen unter folgenden Straßen besteht Handlungsbedarf: Ostmarkstraße, Schultheis-Schneider-Straße, Schwärzwiesenstraße, Wiesensteiger Straße, Memelstraße, Zillerstallstraße, Eschenweg, Ulmenweg, Platanenweg und Steinbeisstraße. An schadhaften Stellen tritt viel Fremdwasser in die Kanäle ein (Regenwasser, das unnötig zur Kläranlage fließt), es kann aber auch Schmutzwasser aus dem Kanal ins Erdreich eindringen.

Schwerpunktmäßig soll in Bälde das Zillerstallgebiet saniert werden, nach dem Inliner-Verfahren: Ohne aufzugraben, werden die Rohre von innen her mit einer zusätzlichen Kunststoffhülle abgedichtet. Allerdings gestaltet sich das nicht so einfach, legte Weingart dar: Etliche Kanäle befänden sich nicht unter einer Straße, sondern zwischen der Bebauung. Die Einrichtung für das Inliner-Verfahren müsse aufwendig an Ort und Stelle gehievt werden.

Die Arbeiten sollen im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung vergeben werden - acht Fachfirmen werden aufgefordert, ihre Angebote abzugeben. Im September sollen die Aufträge vergeben werden, gleich darauf können die Sanierungsarbeiten beginnen.

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