„Wir werden alle nicht jünger“

Von der Prophylaxe bis zur Rehabilitation: Die GZ-Messe „Gesundheitlich“ lockte am Wochenende über 800 Besucher in die Jahnhalle.

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Steffi Zimmermann scheint fast zu tänzeln. Dabei ist die Physiotherapeutin am Stand der AOK gerade dabei, einer Dame den Schulter- und Nackenbereich zu massieren. Diese schnurrt wohlig in ihrem speziellen Massage-Stuhl. Hinter Steffi Zimmermann stehen weitere Interessierte Schlange – auch sie wollen sich diese wohltuende Muskellockerung gönnen. Während der Wartezeit blättern sie in den Flyern der Gesundheitskasse und beginnen ein Gespräch mit dem Berater Raimund Villoth oder einem seiner Kollegen und Kolleginnen.

Das ist eine von vielen unterschiedlichen Arten und Weisen, mit denen die 35 Aussteller bei der Messe „Gesundheitlich“ der GEISLINGER ZEITUNG die Besucher auf genau ihren Stand aufmerksam machen. Schon am Samstag strömten die Besucher in großer Zahl in die Jahnhalle, aber vor allem im Lauf des Sonntagnachmittags gab es stellenweise ein richtiges Gedränge bei der zweiten Auflage dieser Gesundheitsmesse.

„Ich finde diese Veranstaltung echt super“, erklärt Gaby Beil, warum sie da ist und fügt hinzu: „Wir werden doch alle nicht jünger. Da ist es sinnvoll, sich hier bei all den Ausstellern überall dort zu informieren, wo einen was interessiert.“ Die 56-Jährige findet zahlreiche Gesundheitsthemen, zu denen sie Näheres wissen will und wo sie sich beraten lässt. „Und wenn ich schon da bin, hör ich mir auch gleich einen oder zwei der Fachvorträge an“, betont die Geislingerin. Am Samstagnachmittag findet sie vor allem die Testamentsberatung der Kreissparkasse spannend, aber auch den Arabesque-Vortrag über Reha-Sport. Bei den Vorträgen am Sonntag  interessiert sie das Thema „Krampfadern und Venenleiden“ am meisten.

Viele Mitmach-Aktionen

Es gibt fast keinen Bereich, den die „Gesundheitlich“ auslässt: von der Prophylaxe, also der Vorbeugung bis hin zur Rehabilitation stellen Institutionen, Gesundheitsläden, Praxen, Therapeuten, der Stadtseniorenrat, die „Frauen nach Krebs“ oder Nischen wie die Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe ein weit gefächertes Angebot vor. Auch die Alb-Fils-Kliniken, die Diakonie-Sozialstation und das Hospiz im Landkreis Göppingen präsentieren sich jeweils an einem eigenen Stand.

Besonders gefragt sind die interaktiven Aussteller, also die, bei denen die Besucher mitmachen oder etwas ausprobieren dürfen. Gern stellen sie sich etwa auf den „Stabilitätstester“ des Sanitätshauses Hartlieb, auf dem der Gleichgewichtssinn getestet wird. Eine von ihnen ist Brigitte Frank aus Schwäbisch Gmünd. Mit dem Ergebnis ist sie zufrieden, weit über 100 Prozent Stabilität zeigt der Bildschirm. „Ich übe ja auch jeden Tag, jetzt sehe ich, dass das auch was bringt“, sagt sie stolz.

Bei „Capio“ ist ein „Venen-Check-Up“ möglich: mithilfe eines Infrarot-Testers überprüfen Frauen und Männer die Funktionstüchtigkeit ihrer Venenklappen. Beim „Haus der Familie“ locken asiatische und süße Probiererle die Besucher an und machen sowohl auf gesunde Kochkurse aufmerksam als auch auf die Vielzahl an Sport- und Reha-Angebote.

Selbst an Ständen, wo es eventuell wehtun könnte, zeigen die Besucher Interesse und machen mit: am Stand der Katholischen Kranken- und Altenpflege lassen sie sich bereitwillig in die Fingerkuppe stechen, um ihren Blutzuckerwert zu erfahren. Die erste Hunderter-Packung an Blutzucker-Mess-Lanzetten ist schon am frühen Samstagnachmittag verbraucht. „Bei zwei Personen war der Wert tatsächlich so hoch, dass wir den Gang zum Arzt empfohlen haben“, erzählt Brigitte Braig, eine der dortigen Expertinnen.

Am Ende der zwei gesundheitlichen Tage zieht Messeorganisatorin Bettina Holzwarth angesichts der über 800 Besucher eine positive Bilanz: „Es gab viele gute Gespräche mit interessierten Besuchern. Die Aussteller waren jedenfalls sehr zufrieden. Und viele von ihnen freuen sich deshalb schon auf die Messe ‚weiblich’ im kommenden Jahr oder auf die nächste Gesundheitsmesse in zwei Jahren.“

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