Verabschiedung von Ernst-Wilhelm Weid

Hunderte von Besuchern kamen am vergangenen Sonntag zur Verabschiedung von Ernst-Wilhelm Weid in die Geislinger Stadtkirche.

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Abschied vom Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle Ernst-Wilhelm „Willi“ Weid in der Stadtkirche Geislingen. Friedrich Kauderer (links), sein Pendant und Freund bei der Diakonie in Göppingen sagt ihm Ade.  Foto: 

Es war ein feierlicher, sehr wertschätzender Ab­schied in den Ruhestand, der dem Geschäftsführer der Diakonischen Bezirksstelle, Ernst-Wilhelm Weid am Sonntag im Rahmen eines Abschiedsgottesdienstes zuteil wurde.

Hunderte von Besuchern füllten die Stadtkirche, um dem ­beliebten Diakonie-Chef ihre Zuneigung und ihren Respekt zu ­erweisen. Dekan Martin Elsässer übernahm die dienstliche Verabschiedung während des Gottesdienstes, der Reigen der Abschiedsreden folgte im Anschluss. Für gute Stimmung sorgte die Band Soja B mit Lieblingsliedern von Weid, der von den meisten seiner Weggefährten Willi genannt wird.

Martin Elsässer sprach von „tiefer diakonischer Herzlichkeit“, die Willi Weid immer ausgestrahlt habe, betonte sein „dicht geknüpftes Netz, sodass er mit Menschen für Menschen sorgen konnte.“ Den Diakonieladen und in der Folge das Kaffeehaus der Diakonie habe er „eindrucksvoll umgesetzt“, vor allem durch das damit verbundene ehrenamtliche Engagement unzähliger Mitarbeiterinnen. Der Dekan strich auch Weids enge ökumenische Zusammenarbeit mit der Caritas hervor. „Sie haben der Diakonie mehr als ein Gesicht gegeben, nämlich gleich einen ganzen gefühlvollen, engagierten Menschen“, sagte er und drückte dafür seine „höchste Anerkennung“ aus.

„Ich bin ganz besonders gerne gekommen“, betonte Hans-Peter Gramlich als erster der Redner im Anschluss mit der Begründung, dass er und Weid sich seit „etlichen Jahrzehnten“ kennen und in vielen dienstlichen Bezügen miteinander zu tun hatten. „Du hast dir die Sache der sozial Benachteiligten zur Aufgabe gemacht“, sagte der Leiter des Dezernats Jugend und Soziales im Landrats­amt, bevor er endete: „Es ist schade, dass du gehst …“

Humorvoll verabschiedete sich Holger Scheible als Vertreter von Oberbürgermeister Frank Dehmer und bescheinigte Willi Weid „Engagement und Fingerspitzengefühl“ und dass er „unverzichtbare Akzente in der Stadt gesetzt“ habe. „Sie sind ein Menschenfänger par excellence“ bewunderte er den scheidenden Diakoniechef und spielte damit auf dessen Ehrenamtskultur an, mit der er seine Damen im Diakonieladen und Kaffeehaus zu einem festen Team zusammengeschmiedet habe.

Einen Eindruck der engen ökumenischen Verbundenheit vermittelte Sabine Stövhase vom Göppinger Caritas-Zentrum, die die „wunderbare Zusammenarbeit“ lobte. „Du bist ein Perpetuum Mobile der Nächstenliebe und der sozialen Gerechtigkeit“, schwärmte sie, bezog sich auf das gemeinsame Erfolgsprojekt „Rückenwind“ und sagte: „Willi, das haben wir gut hingekriegt!“

Nachdem Elsässer noch eine Grußbotschaft des Diakonischen Werks Württemberg an Willi Weid verlesen hatte, ging auch der kürzlich in den Ruhestand verabschiedete Geschäftsführer des Diakonischen Werks Göppingen Friedrich Kauderer auf die enge kollegiale Zusammenarbeit ein, „aus der eine belastbare Freundschaft geworden ist“. Er freute sich über Weids Engagement beim „Haus Linde“ in Göppingen und bezeichnete Weid als „ausdauernd, begeisternd, herzlich, großzügig und charmant“.

Ebenfalls als Freund verabschiedete sich Karl-Heinz Doster, der Vorsitzende des Diakonischen Bezirksausschusses, der über die gesamten 37 Jahre viel mit Willi Weid zu tun hatte. „Dein Optimismus hat mich immer fasziniert. Du hast immer die Zuversicht mit „das kriegen wir hin“ ausgestrahlt“, sagte er, bevor er sich für das Miteinander und die Freundschaft herzlich bedankte.

Als Vertreterin aller Ehrenamtlichen traute sich Ursula Domscha mit einem Text von Uta Strube ans Mikrofon. Dabei wurde deutlich, wie Willi Weid mit seiner deutlich gelebten Wertschätzung für Ehrenamtliche so ein Zusammenhaltsgefühl kreieren konnte. „Du bist mit uns durch Höhen und Tiefen gegangen. Wobei ich mich nur an Höhen erinnern kann“, sagte Domscha und „Du warst immer für uns da, hast uns verwöhnt und uns immer den Rücken gestärkt. Dafür wollen wir uns alle bedanken“, sagte Domscha, was mit großem Beifall der anwesenden Ehrenamtlichen unterstrichen wurde. Sie alle schenkten ihm eine Ruheliege für den Ruhestand.

Willi Weid selbst bedankte sich am Ende mit wenigen Worten bei allen Begleitern. „Ich habe mein Glück und meine Heimat in Geislingen gefunden, sowohl im beruflichen Kontext als auch privat“, betonte er und erhielt am Ende noch einmal herzlichen ­Applaus.

Info Ab Dienstag beginnt mit Simone Zwicker die Nachfolgerin von Ernst-Wilhelm Weid an der Diakonischen Bezirksstelle. Sie wird am 17. September um 9.30 Uhr offiziell in ihr Amt eingesetzt.

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