"Fair ernährt mehr"

Warum leiden weltweit Menschen Hunger? Das Team des Geislinger Weltladens machte Passanten mit einer "Bodenzeitung" darauf aufmerksam.

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Das Weltladen-Team machte auf den Hunger in der Welt aufmerksam. Foto: sts

Die Aktion des Geislinger Weltladens war Teil der seit drei Jahren laufenden Kampagne "Öko und fair ernährt mehr" des Weltladenverbandes, deren Ziel es ist, die Rechte von Kleinbauern in Entwicklungsländern zu stärken. Die "Bodenzeitung", die aus mehreren miteinander verbundenen Plakaten bestand, nannte Gründe, wieso es auf der Welt immer noch ungerecht zugeht: Warum in einigen Ländern Überfluss herrscht, während es der Bevölkerung anderswo an den notwendigsten Lebensmitteln fehlt. "Die Politik unterstützt einseitig die Agrarindustrie", "Nahrungsmittel werden als Futtermittel und Biotreibstoff verwendet", "Wasser wird privatisiert", waren einige Erklärungsversuche der "Bodenzeitung". Das Geislinger "Weltladen"-Team um Petra Straile lud Passanten dazu ein, ihre eigene Meinung hinzuzufügen: "Die Verteilung ist ungerecht", "Es wird unverhältnismäßig viel Fleisch gegessen", "Zu viele Nahrungsmittel werden weggeworfen", fügten sie unter anderem zum Ursachenkatalog hinzu.

Viele der Angesprochenen setzten zusätzlich ihre Unterschrift unter die "Öko und fair ernährt mehr"-Petition. Darin wird gefordert, kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft in Entwicklungsländern stärker zu fördern und eine bessere Rechtsgrundlage für Kleinbauern zu schaffen. Denn gerade die Kleinbauern in ländlichen Regionen seien von der Ernährungunsicherheit besonders betroffen, heißt es in der Petition. Damit die Kleinbauern ihre Existenz sichern können, bräuchten sie eine ausreichende Rechtssicherheit, bessere Verhandlungspositionen bei der Vermarktung ihrer Produkte und Schutzmöglichkeiten gegen Billigimporte aus Drittländern.

Über 40 Unterschriften brachte das Geislinger Weltladen-Team an einem Nachmittag mit ihrer Aktion zusammen. Schon bald soll die Petition zusammen mit den verschiedenen "Bodenzeitungen", die Weltläden deutschlandweit gestaltet haben, der neuen Bundesregierung übergeben werden.

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