Neues Zuhause für Geislinger Kinderschutzbund

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Der Geislinger Ortsverband im Deutschen Kinderschutzbund ist umgezogen: Der neue Standort  befindet sich jetzt in der Überkinger Straße gleich neben dem Eingang zum CariSatt-Laden. Der Umzug war notwendig geworden, weil die Geislinger Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (GSW) das Gebäude in der Achalmstraße verkauft hat. Dort war der Verein sieben Jahre lang. „Die GSW hat uns im Gegenzug diese Räume angeboten und wir hatten Mitspracherecht beim Ausbau“, erzählt Renate Neuwirth, die Vorsitzende des Vereins.

Hauptamtliche Kraft als Ziel

Jetzt präsentiert sich der Kinderschutzbund-Standort in Geislingen auf 120 Quadratmetern in hellen, freundlichen Räumen mit  einem grauen, strapazierfähigen Fußboden in Holzoptik. Allerdings noch mit gebrauchten, zum Teil hinfälligen Möbeln und Spielzeug, das seine besten Zeiten hinter sich hat. Der große, offene Spielraum ist mit einer Küche kombiniert, deren Einrichtung jedoch auch mit ausgemusterten Möbeln zusammen-
geschustert ist. Außerdem gibt es einen Gruppen- und Besprechungsraum sowie ein Büro.

„Das Büro ist ein erster Schritt zu unserem Ziel, den Kinderschutzbund Geislingen irgendwann mit einer hauptamtlichen Kraft zu besetzen. Damit könnten wir regelmäßige Öffnungszeiten anbieten“, sagt Renate Neuwirth. Sie unterstreicht, dass der Verein mit seinen 50 Mitgliedern momentan nur von ihr als Vorsitzender, Thomas Reiff als Kassier und Barbara Reuter und Gudrun
Scholz als Beisitzer rein ehrenamtlich geleitet wird. Aber die Aufgaben würden inzwischen einfach den Rahmen ehrenamtlicher Arbeit sprengen. „Wir sind schon richtige Event-Planer, weil wir uns immer wieder irgendwo mit einbringen, um Präsenz zu zeigen“, wirft Kollege Thomas Reiff als Beispiel ein.g

Den Geislinger Kinderschutzbund gibt es seit 36 Jahren. Von Anfang an engagiert er sich mit inzwischen 24 ehrenamtlichen Helfern konstant und zuverlässig in der Hausaufgabenhilfe. „Damit sind wir Bestandteil der Nachmittagsbetreuung in der Tegelberg- und in der Lindenschule“, erläutert Renate Neuwirth. Darüber hinaus gibt es  Hausaufgabenbetreuung im Kinder- und Jugendhaus im Tälesbahnhof, in den Räumen des Kinderschutzbundes selbst und speziell für Flüchtlingskinder in der Schubart-Realschule. Rund 100 Schüler erhalten so ein- bis zweimal in der Woche Unterstützung. „Wir wollen den Kindern helfen, ihren Weg zu finden. Ihnen zeigen, dass Lernen Spaß machen und zum Erfolg führen kann“, schildert die langjährige Vorsitzende das Ziel.

Weitere vier speziell geschulte Ehrenamtliche engagieren sich für den Kinderschutzbund als Kooperationspartner für das Kinderschutzzentrum Göppingen beim „begleiteten Umgang für Kinder aus Familien in Trennungssituationen“. „Das sind momentan 20 Fälle, die wir hier betreuen“, sagt Neuwirth.

Spieltreff und Elterncafé

Ideen, wie sich der Kinderschutzbund mit seinen Räumen jetzt noch weiter einbringen könnte, hat Neuwirth noch viele: im Schülerferienprogramm mit der Malwerkstatt, mit einem Spieletreff für Kinder, mit einem Elterncafé oder mit dem Verkauf von gebrauchtem Spielzeug in Kooperation mit dem CariSatt-Laden. „Auf diese Weise könnten wir vielleicht mehr Ehrenamtliche gewinnen – und gleichzeitig unser Angebot bekannter machen“, erklärt sie.

Allerdings ist alles mit mehr Helfern und mit Kosten verbunden. Der Kinderschutzbund muss mit dem Jahresbeitrag seiner Mitglieder, wenigen Spenden sowie Zuschüssen von Stadt und Land auskommen. Um die Arbeit aufrechterhalten und jetzt auch noch die höhere Miete stemmen oder gar weitere Ideen verwirklichen zu können, ist man auf Sponsoren, Projektmittel oder mehr Spenden angewiesen.

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