"Der Verkehr kam komplett zum Stillstand"

Der Schnee führte zum Verkehrschaos: Alle Hände voll zu tun hatte deswegen die Geislinger Polizei, wie Revierleiter Manfred Malchow berichtet.

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Polizeirevierchef Malchow: Lastwagen konnten auf der glatten Fahrbahn nicht mehr anfahren.

Der Wintereinbruch hat ein überraschend heftiges Chaos auf den Straßen angerichtet. Es ist ja nicht das erste Mal im Jahrhundert, dass es geschneit hat.

MANFRED MALCHOW: Auch für mich war das erstaunlich. Denn der Wintereinbruch war ja lange angekündigt. Das große Problem war: Lastwagen blieben auf der B 10 sogar auf ebenen Strecken liegen - einer zum Beispiel bei der Uhlandschule, ein anderer direkt vor unserem Revier. Wenn die Lkw vor einer roten Ampel anhalten mussten, kamen sie nicht mehr weg. Die Lastwagen hatten ordnungsgemäß Winterreifen drauf, waren aber nicht beladen. Dadurch hatten sie zu wenig Gewicht und rutschten auf dem vereisten Untergrund. Üblicherweise werden die Fahrbahnen in den frühen Morgenstunden gesalzen, sodass sie bis zum Berufsverkehr frei sind. Heute setzte der Morgenverkehr ein, bevor das Streusalz seine Wirkung entfaltete. So wurde der Schnee festgefahren.

Damit war auch für die Streufahrzeuge kein Durchkommen mehr.

MALCHOW: Ja, die Räumfahrzeuge selber kamen nicht mehr durch. Wir von der Polizei haben dann mit dem Technischen Hilfswerk einzelne Streckenabschnitte gesperrt, halfen, dass der Verkehr abfloss, damit die Räumfahrzeuge überhaupt rankamen. Aber das kostet natürlich viel Zeit - und das in der Rushhour.

Was waren die Konsequenzen, wie lang staute sich der Verkehr?

MALCHOW: Zwischen 8 und 9 Uhr kam der Verkehr praktisch zum Stillstand. Im Raum Geislingen ging auf der B 466 und der B 10 nichts mehr - auf der 10 bis weit hinunter ins Mittlere Filstal.

Haben sich die Verkehrsteilnehmer richtig verhalten?

MALCHOW: Es reichen wenige Unvernünftige. Zwei Pkw mit Sommerreifen brachten zum Beispiel den Verkehr auf der B 466 bei Mühlhausen zum Erliegen. Einen Pkw kann man ja noch zur Seite schieben oder wieder flott bekommen. Aber ein Lastwagen dahinter kam beim Anfahren nicht mehr vom Fleck. Die Pkw-Fahrer haben wir angezeigt. Und dann gab es einige Verrückte - Radler und Mofafahrer - die auf die Bundesstraßen ausgewichen sind, weil die Radwege ja nicht geräumt waren. Mit ausgestreckten Beinen fuhr ein Mofafahrer langsam auf der rutschigen B 10 und hielt den Verkehr auf. . .

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Kommentare

30.11.2012 11:26 Uhr

Schneefall

das stimmt nicht so ganz, der Winterdienst reagiert sehr spät in Geislingen. Ich pendle seit jahrzehnten und fahre 04:30 Uhr von Geislingen weg. wo in anderen Gemeinden oder Städten die Rundumleuchten leuchten sieht es in Geislingen aus wie in einem Schlachtfeld

liebe grüsse
Gökhan Oral

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