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Zwei Jubiläen auf einmal

Im kleinen Kreis hat die Geislinger Siedlungs- und Wohnungsbau Ende vergangener Woche zwei Jubiläen auf einmal gefeiert: 75 Jahre GSW und 50 Jahre Betriebszugehörigkeit von Geschäftsführerin Doris Klaus.

GABRIELE WOCHNIK |

Belegschaft, Aufsichtsrat sowie Vertreter der IHK und des Verbandes der baden-württembergischen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (vbw) nahmen an dem abendlichen Festessen im Hotel Krone teil, mit dem die GSW gleich zwei Jubiläen feierte: Das kommunale, dem sozialen Wohnungsbau verpflichtete Unternehmen wurde vor 75 Jahren gegründet. Seine Geschäftsführerin Doris Klaus wurde nach 50 Jahren Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand verabschiedet (wir berichteten).

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Geislingens Oberbürgermeister Wolfgang Amann, blickte auf die Anfänge und die Entwicklung der GSW zurück. Die Gründung der GSW ist eng verbunden mit dem Bergbau in der Grube Karl. Mit dem Bau von Reihen- und Doppelhäusern in der Hinteren Siedlung, für die aus anderen Regionen angeworbenen Bergarbeiter mit ihren Familien, hat es begonnen. Auch nach dem Krieg war der Wohnraum knapp. Mit dem Bau der Wohnanlagen in der Rheinlandstraße, der Konrad-Adenauer-Straße, im Bereich der Vorderen Siedlung und mit dem Bau der Y-Hochhäuser schuf die GSW attraktive Wohnungen zu sozial verträglichen Mieten. Auch die Bebauung des Zillerstalls führte die GSW aus.

"Die Geschichte der GSW spiegelt auch die Geschichte der Stadt Geislingen wider", betonte Amann. Nach der Lockerung der Grenzen zum Osten war erneut die GSW gefordert, weiteren Wohnraum zu schaffen. Auch in jüngster Zeit unterstützte die GSW die Stadt, zum Beispiel beim Ausbau der Hochschule. Mit dem Kauf und dem Umbau des ehemaligen Postamts in der Bahnhofstraße schuf die GSW Unterrichts- und Büroräume für die HfWU. Mittlerweile hat die GSW ihre Neubautätigkeit eingeschränkt und konzentriert sich auf die energetische Modernisierung ihres Wohnungsbestands.

Der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Göppingen, Dr. Peter Saile, sprach dem Unternehmen seine Glückwünsche aus und überreichte eine Ehrenurkunde.

Zu den Gratulanten gehörten ein Vertreter des vbw und Landrat Edgar Wolff. Wolff gratulierte im Namen des Landkreises, der Mitgesellschafter der GSW ist. Er würdigte die Verdienste des Unternehmens in launiger Weise und übergab ein Jubiläumsschild des Wohnungsverbands.

Die 50-jährige Betriebszugehörigkeit von Doris Klaus wurde in diesem Rahmen ebenfalls gefeiert. Amann blickte anhand einer Powerpoint-Präsentation, bei der so manche Anekdote in Erinnerung gerufen wurde, zurück und würdigte die Verdienste der kaufmännischen Geschäftsführerin. Die IHK und der Verband zollten ihr bei der Übergabe der Ehrenurkunden ebenfalls großen Respekt. Ein 50-jähriges Jubiläum habe Seltenheit. In Zeiten der Konjunkturschwankungen und der Mobilitätsanforderungen werde es immer seltener, dass Mitarbeiter so lange in ein und dem selben Unternehmen beschäftigt sind. Saile stellte fest, "dass es bei der GSW et so schlecht zum Schaffa gwesa sei ka und dass auch Frau Klaus net so schlecht gwesa sei ka", sonst wäre eine solche lange Dienstzeit im selben Unternehmen nicht zustande gekommen.

Zum Schluss brachten die Kollegen ihre Glückwünsche in Gedichtform vor und überreichten Doris Klaus das Geschenk der Mitarbeiter und Handwerker, verpackt in eine Dalli-Klick-Show.

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