Zwei Hymnen auf Carina

Hymnen auf erfolgreiche Sportler gibt es viele. Aber gleich zwei neue Hymnen - und beide von Lautertaler Musikern? Das ist selbst für Olympiasiegerin Carina Vogt ein starkes Stück.

KONSTANTIN ... |

Mehr als 8000 Fans feierten am Wochenende die Rückkehr von Skispringerin Carina Vogt aus Sotschi. Zuvor hatte die Skispringerin vom SC Degenfeld das erste olympische Gold überhaupt in ihrer jungen Disziplin geholt. Eine ganze Region war begeistert. Besonders beflügelt aber scheinen die Kreativen im Lautertal von dem historischen Ereignis gewesen zu sein. Denn dort wurden - unabhängig voneinander - gleich zwei Hymnen auf die "Heldin von Sotschi" geschrieben.

Gunter Kierstein, Ex-Keyboarder der 90er-Jahre-Band "Crime", ließ sich von den Adler-Sprüngen kurzerhand zu "Viva Carina" inspirieren. Noch in der Nacht des Erfolgs setzte sich der 45-Jährige in sein Tonstudio und machte sich ans Texten und Musizieren. Das Ergebnis am frühen Morgen war ein fetziger Party-Schlager. Nun mussten die Instrumente eingespielt und die Tonspuren eingesungen werden, die Kierstein dann seinem Produzenten Peter Eichstädt aus Berlin zum finalen Mix überließ.

Rechtzeitig zum Empfang Carina Vogts wurde "Viva Carina" am Samstag in Waldstetten, der Heimat der 22-Jährigen, gespielt. Im Anschluss ging es im Autokorso Richtung Gmünder Rathausplatz, wo bereits bei der Einfahrt lautstark "Viva Carina" aus den Boxen schallte und viele der Zuschauer den Refrain mitgrölten. Gut 20-mal lief der Song bei den Begrüßungsfeiern.

Gunter Kierstein war aber nicht der einzige Lautertaler, den der Siegessprung zu einer musikalischen Würdigung inspirierte. Der junge, in Weißenstein aufgewachsene Musiker Philipp Lang hat mit seiner Band Kleensmann den Song "Gold" für die Skispringerin geschrieben. Dieser wurde anlässlich des Empfangs bei Carinas Heimatverein SC Degenfeld am Samstagabend in der Kalte-Feld-Halle zusammen mit einem Video präsentiert.

Philipp Lang, ein ausgebildeter Bariton, ist seit 2014 als Buddy Holly in der Produktion Buddy In Concert engagiert, mit der er bundesweit Gastspiele gibt.

Philipp ist in Gmünd auf die gleiche Schule wie Carina gegangen, und vor etwa zehn Jahren hat er sie als Trompetenlehrer unterrichtet. Sie sei eine sehr talentierte und aufmerksame Schülerin gewesen, betont der Musiker. "Glücklicherweise hat sie sich aber dann doch für den Sport entschieden", fügt er hinzu und lacht.

Für den Song "Gold" in die Tasten gegriffen hat übrigens der Göppinger Michael Hauser, vielen als Pianist bei der Lumberjack-BigBand bekannt. Hauser hat erst vor wenigen Wochen den britischen Sänger James Blunt in der ZDF-Show "Wetten, dass . . ." begleitet. Mit ihrer Band spielen Lang und Hauser am 8. März "Gold" sowie weitere rockig-poppige Songs in der Theaterwerkstatt in Gmünd.

Weder Kierstein noch Kleensmann werden es allerdings Carina Vogt so schnell gleich tun: Für den Gold-Status ihrer Songs bräuchten die Musiker 150 000 Tonträger. Das Video von Kleensmann wurde inzwischen gut 2000-mal auf Youtube geklickt. Da ist noch Luft nach oben.

Aber wer weiß - mit Carina Vogts Siegessprüngen hatte vergangene Woche ja auch kaum jemand gerechnet. Vielleicht heißt es ja in wenigen Wochen: "Gooold . . . Gooold für Kleensmann!"

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