Wenn einem die Luft wegbleibt
Göppingen. Atemnot ist nicht gleich Atemnot. Das jüngste Arzt-Patienten-Forum in Göppingen ging auf Symptome, Krankheiten und Ursachen ein.
Lunge und Herz sind funktional eng aneinander gekoppelt. Wenn ein Mensch an Atemnot leidet, liegt die Ursache oft nicht nur an der Lunge, sondern auch am Herzen. Beim jüngsten, erneut sehr gut besuchten Arzt-Patienten-Forum ging es um dieses Krankheitsbild, das Wegbleiben der lebensnotwendigen Luft. Der Facharzt für Lungenheilkunde Dr. Christian Laskowitz und der Kardiologe Dr. Rudolf Lorenz gingen auf unterschiedliche Krankheitsbilder ein.
Neben Herz und Lunge seien Stoffwechselstörungen wie Zuckerkrankheit oder Anämie (Blutarmut) auch Möglichkeiten, denen durch die Diagnostik auf den Grund gegangen werden muss. Klassisch wird die Lunge abgeklopft und abgehört, geröntgt, eine Lungenfunktionsmessung und die Atemkraftmessung gehören ebenso dazu.
Neben mangelnder Fitness, Höhenaufenthalt oder Anämie ist die Einengung der Luftröhre durch die Schilddrüse oder gar durch Tumore möglich. Die Häufigkeit von Asthma bronchiale aufgrund von Allergien oder chronischen Atemwegserkrankungen, die zumeist durch Rauchen ausgelöst werden, steigt zudem, erklärt Laskowitz. Lebensbedrohlich können der Pneumothorax, der Lungenkollaps oder die Lungenembolie werden. Unter entzündlicher Schwellung der Schleimhaut und Verkrampfung der Bronchialmuskulatur bei Asthma bronchiale leiden immer mehr Menschen, was mit atemwegserweiternden oder entzündungshemmenden Medikamenten behandelt wird, wobei Kortison, das inhaliert wird, eine Basistherapie darstelle.
Das Herz ist die nächstmögliche Ursache bei Atemnot "Eine schwache Pumpe beeinflusst alle anderen Organe aufgrund der Mangeldurchblutung", erklärte Kardiologe Lorenz. Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führt zu einer stark eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit aufgrund von Funktionsstörungen. Am häufigsten ist die Durchblutungsstörung - die koronare Herzkrankheit - sowie Bluthochdruck die Ursache. Oft kommen Begleiterkrankungen wie Atemwegs-, Nieren- und Blutbildungsstörungen sowie Depressionen hinzu.
Nach den Vorträgen gaben zwei Patienten beeindruckende Einblicke in ihre Krankheit, wobei einer durch einen Herzkatheter auf dem Weg zur vollen Lebensqualität ist.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: URSULA RESCH | 30.04.2010
| Artikel twittern |
|
|
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK