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Vorsorgeuntersuchung ist entscheidend

"Rechtzeitig zur Vorsorge", diese Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch die sehr gut besuchte Vortragsveranstaltung über Prostatakrebs im Saal der Kreissparkasse.

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Sie ist ein heikles Körperteil, die Prostata. "Wir Männer haben sie nicht nur, sondern kriegen auch alle Probleme damit", so Professor Gerd Becker, Chefarzt der Radioonkologie und Strahlentherapie an der Klinik am Eichert. Das kastaniengroße Organ, das aus glatter Muskulatur und Bindegewebe besteht und sowohl die Harnröhre als auch die Ejakulationsgänge umgibt, liefert einen Großteil der Samenflüssigkeit. Bei vielen Männern in den besten Jahren wird die Prostata größer und größer, oft bildet sich ein Krebsgeschwür.

"50 000 Neuerkrankungen in Deutschland jährlich sind zu viel, man muss mehr aufklären", sagte Reinhold Kurz, Leiter der Göppinger Selbsthilfegruppe. Mit dem bislang tabubehafteten Thema wird seit Gruppen-Gründung im Jahr 2008 im Kreis Göppingen offener umgegangen. "Die sprunghaft gestiegene Mitgliederzahl spricht für sich", so Reinhold Kurz. "Niemand muss alleine mit dieser Erkrankung fertig werden."

Urologe Dr. Martin Barth meinte sogar: "Das Prostata-Karzinom ist en vogue, immer mehr Männer outen sich." Ist ein Brennen beim Wasserlassen bereits ein Symptom für Krebs? "Nein, Prostata-Krebs macht im Anfangsstadium keine Beschwerden", erklärte der Facharzt. Im Übrigen sei nur ein Teil der Karzinome aggressiv und todbringend.

Wo genau sich was in der Vorsteherdrüse abspielt, darauf ging Dr. Volker Bürkle, Chefarzt der Pathologie der Klinik am Eichert, ein. "Mit einer einzigen entarteten Zelle fängt es an, dann bahnt sich der Krebs seinen Weg." Alle Referenten ermunterten nachdrücklich zur Nutzung der Vorsorgeuntersuchungen, die ab dem 45. Lebensjahr Kassenleistung sind.

Bei Verdachtsfällen sind Gleason-Score, PSA-Wert und Stanzen wichtige Untersuchungen. "Beobachten, abwarten und operieren", was dahinter steckt, erläuterte Professor Rainer Küfer, Chefarzt der Urologischen Klinik am Eichert und des Urologischen Zentrums Göppingen. "Viele Betroffene haben Angst vor einer Operation und fürchten um ihre Kontinenz und Potenz", sagte Küfer.

Die Entfernung der Prostata, die externe Bestrahlung oder die Hormonbehandlung, welche Therapie ist die beste? Professor Gerd Becker stellte sich dieser Frage und klärte über die Nebenwirkungen auf.

Info

Selbsthilfegruppe Prostata-Krebs: Telefon: (07161) 65 94 44

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