Viel Raum für Gesellschaften

Rechberghausen.  Der Schlossplatz in Rechberghausen soll ein neues Gesicht bekommen. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, wie die Fläche künftig aussehen soll.

Rechberghausen ist im Wandel. Nach dem Neubau der Garage neben dem Rathaus soll nun auch der Schlossplatz ein neues Gesicht bekommen. Wo derzeit Rasen ist, wollen die Bürgervertreter eine neue Fläche für Hochzeitsgesellschaften und andere Anlässe gestalten lassen.

Architekt Jürgen Böbel hatte dem Gremium im April vier Gestaltungsvarianten vorgestellt, von denen drei eine Begrünung des Platzes vorgesehen hatten. Nun hat sich das Bürgerparlament für eine Variante entschieden und festgelegt, wie der Platz vor dem Rathaus künftig aussehen soll.

Wo derzeit ein Weg zwischen den Grasflächen verläuft, soll in Zukunft eine Fläche aus kleineren Steinplatten entstehen. Damit will der Architekt sichergehen, dass Hochzeitsgesellschaften genügend Platz haben. Der Grünstreifen wurde im Vergleich zum vorigen Entwurf etwas verkleinert und soll in einzelne Elemente unterteilt sein. "Damit können die Beete unterschiedlich genutzt werden", betonte der Architekt. Die Zwischenräume sollen beispielsweise auch für Skulpturen genutzt werden. Der Platz selbst soll nicht ganz ebenerdig, sondern in der Mitte leicht erhöht sein. Außen herum werden in Zukunft Rinnen verlaufen, die Regenwasser aufnehmen können.

Eine "großzügige Treppenanlage" soll von der Hauptstraße zum Platz nach oben führen. Gleich daneben möchte das Gremium einen Tulpenblütenbaum pflanzen lassen. Dieser benötige nur wenig Pflege. An der Amtsgasse sollen ebenso Bäume gepflanzt werden. Zwischen ihnen werden immer zwei Parkplätze entstehen.

Zwei Bereiche mit Wasserelementen sind im Entwurf von Architekt Böbel eingeplant. Eine Rinne und ein Becken mit Wasserspielen mit angrenzenden Sitzwürfeln sollen den Platz ergänzen. Dabei sahen mehrere Gemeinderäte das Problem, dass die Brunnen häufig gereinigt werden müssten. "Bei Wasser fallen immer Wartungskosten an", argumentierte Bürgermeister Reiner Ruf, der sich für die Elemente aussprach. Er rechnet mit Kosten von 400 Euro pro Jahr, die dafür benötigt würden. Uwe Röser meinte, er könne sich "damit anfreunden, auf die Wasserspiele zu verzichten." Das Projekt werde auch ohne die Elemente schon teuer genug. Ruf konterte jedoch: "Aufgeben können wir es immer noch, wenn es uns über den Kopf wächst."

Diskussionsbedarf gab es auch beim Thema Bodenbelag. Vorgesehen war ursprünglich, dass auf dem Vorplatz dieselben Platten verlegt werden sollten wie am Hang zur Amtsgasse. Allerdings befürchten die Ratsmitglieder, dass sich dort Platten verschieben, wenn Autos den Hang hinunterfahren. Böbel schlug vor, einzelne Bereiche einzumörteln, um so die Schubkräfte aufzufangen. Ruf meinte, man könne Pflastersteine in einer ähnlichen Farbe auswählen. Böbel sprach davon, dass es kein Problem sei, unterschiedliche Materialien zu verwenden: "Die Zäsur tut dem Platz nicht weh."

Die Räte stimmten dem Plan mit einer Gegenstimme zu und entschieden, die Arbeiten beschränkt auszuschreiben.


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Autor: CHRISTINE BÖHM | 04.11.2011

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