Resonanz war phänomenal

Göppingen.  Mit geschätzt 60 000 Besuchern haben die Göppinger Märklin-Tage und die Internationale Modellbahnausstellung die Erwartungen voll erfüllt. Märklin-Geschäftsführer Löbich nennt die Resonanz "phänomenal".

Der Kassensturz steht noch aus. Aber schon gestern Mittag war der Märklin-Geschäftsführer Stefan Löbich davon überzeugt, "dass wir die 60 000 auf jeden Fall knacken werden". Das wären 15 000 bis 20 000 Besucher mehr als bei den bisherigen Märklin-Tagen - ohne renommierte Messe. Löbich kann nur schwärmen, dass schon am Freitag 20 Pendelbusse gebraucht wurden. Zufrieden ist er auch mit der Ausstrahlung auf Sammler und Familien. Es sei gelungen, das gesamte Spektrum der Zielgruppen nach Göppingen zu holen, die "Profis" wie die "Wiedereinsteiger".

Märklin-Marketingleiter Lars Schilling sieht sich bestätigt, dass die Kombination von Modellbahn-Messe und Eisenbahn ein "richtiger Schritt ist, um das Thema Eisenbahn aus dem Dornröschenschlaf zu holen". Das sei noch ausbaufähig. "Wir wollen das in zwei Jahren noch größer machen." Da will Märklin die Ausstellung wieder nach Göppingen holen. "Wir hoffen, mit der überzeugenden Premiere die Weichen gestellt zu haben", so Schilling.

"Es hat alles gepasst", strahlt ebenfalls Event-Marketing-Manager Eric-Michael Peschel, der eine logistische Herausforderung gemeistert hat. 130 statt bisher 42 Aussteller hat er in Hotels untergebracht, die Messe in der Werfthalle und in zwei Zelten organisiert. Mit Peschel waren 350 Märklin-Mitarbeiter im Einsatz; freiwillig, wie Schilling betont: "Sie sind stolz darauf." Bis zu 25 Busse brachten die Besucher aus dem In- und Ausland zu den Schauplätzen. Darunter ausgeliehene Vehikel wie ein Bus mit Anhänger, "den Göppingen noch nicht gesehen hat", freut sich Löbich. Die Parkplätze reichten aus, sagt Peschel, auch wenn es an die Grenze gegangen sei. Für das nächste Großereignis hat er bereits Erweiterungsflächen im Auge.

Auch das THW, das mit 20 Mann Parkplatzeinweiser spielte, ist mit dem Ablauf zufrieden. "Es läuft gut", sagte Einsatzleiter Dennis Faller. Als gestern Wiesen am Stauferpark aufgrund des Regens ausfielen, wurde der Parkplatz in der Öde stärker genutzt. Die Polizei, die das Mega-Ereignis mit "erhöhter Aufmerksamkeit" verfolgte, meldete keinerlei Vorkommnisse.

Hat der gestrige Regentag die Bilanz getrübt? Die Parkwächter des THWs hatten den Eindruck nicht unbedingt. Und wahre Modellbahnfans lassen sich vom Regen nicht abhalten. So kam aus Marbach am Neckar Familie Bribach und brachte gleich die Großeltern aus Potsdam mit. Für ein Ehepaar aus Ulm war der Tag ideal für einen Modellbahnbummel."Was kann man sonst machen bei diesem Sauwetter?", fragten sie. Für Michael Herold aus Kornwestheim war es der richtige Tag, um seinem Enkel Dennis zu zeigen, was ihn selbst als Junge so fasziniert hat. Mit Erfolg: Dennis wünscht sich jetzt auch eine Modellbahn.


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Autor: JÜRGEN SCHÄFER | 19.09.2011

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