Regen trübt Sommerspaß
Stötten. Ganz so nass wie anderswo im Lande war der August bei der Wetterwarte Stötten nicht. Trotzdem lag die Regenmenge ums Eineinhalbfache überm langjährigen Durchschnitt. Dies ergab die gestrige Bilanz.
Feste fielen ins Wasser, der Sommerspaß war getrübt. Denn einen richtigen Hochsommer hat der August nicht beschert. Dass er auf Stöttens Anhöhe mit seinem Monatsmittel von 15,2 Grad trotz des vielen Regens und der wenigen Sonne nur 0,1 Grad unterm langjährigen Durchschnitt lag, ist einigen Sonnentagen zu verdanken - insbesondere auch dem 22. August, als der Höchstwert bei 27,1 Grad lag. Bereits acht Tage später, am 30., waren die Temperaturen auf geradezu winterliches Niveau gesunken: Das Maximum erreichte nur noch 8,8 Grad; nur einmal wurde in der 65-jährigen Stationsgeschichte im August ein noch tieferer Höchstwert erreicht - mit 8,6 Grad im Jahre 1995. Wie kalt der August diesmal ausgeklungen ist, zeigte sich am 30.: Maximum (8,8 Grad) und Minimum (6,3 Grad) lagen nur wenig auseinander. Wie kalt die Nächte geworden sind, macht der Erdboden-Tiefstwert vom Letzten des Monats deutlich: 2,4 Grad. Und in der Nacht zum gestrigen 1. September schrammte Stötten knapp am ersten Bodenfrost vorbei - mit 1,8 Grad.
Insgesamt gabs nur noch vier Tage mit einem Maximum über 25 Grad. Ansonsten erwies sich der August als regnerisch, wenngleich man in Stötten von keinem Niederschlagsrekord sprechen kann. Mit 161,3 Litern Wasser pro Quadratmetern erbrachte dieser Monat 50 Prozent mehr als der Durchschnitt es erwarten ließe - doch in der 65-jährigen Stationsgeschichte gab es sechs August-Monate, die noch verregneter waren. Zuletzt jener von 2002 mit 185,8 Litern.
Nahezu ein Drittel der diesmaligen Monatsmenge fiel übrigens an einem einzigen Tag - am 5. mit 51,5 Litern. Nur zwei Tage blieben ganz ohne Regen.
Die Sonne schien 156,6 Stunden lang, was lediglich 70 Prozent des langjährigen Mittels entspricht. Doch obwohl der Himmel oft regengrau war, blieben nur zwei Tage ganz ohne Sonnenschein. Der Wind blies an acht Tagen kräftig (mit Stärke 6 und mehr) und brachte es am 17. August auf 82 km/h. Als bemerkenswert bezeichnete Wetterbeobachter Matthias Kloß gestern die 19 Tage mit sehr guter Fernsicht (mehr als 70 Kilometer).
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Autor: MANFRED BOMM | 02.09.2010
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