Planungen für Aufhausens schnelles Internet nehmen an Fahrt auf

In Aufhausen hat es sich der Verein Infra zur Aufgabe gemacht, den Ausbau eines Breitband-Netzes in die Wege zu leiten. Nun wächst Hoffnung, es laufen Gespräche mit potenziellen Breitband-Planern.

PETER ZAJONTZ |

Der Versammlungsraum im Aufhausener Feuerwehrhaus war gut gefüllt bei der Hauptversammlung des Vereins für Infrastruktur und Bildung, kurz "Infra", der sich für einen Breitband-Ausbau in dem Geislinger Stadtbezirk stark macht. Gut gefüllt war der Raum nicht zuletzt wegen der Anlieger aus dem Neubaugebiet Alpenblick, die bis auf drei an diesem Abend präsent waren.

Sie leiden unter dem "lahmen Internet in neuen Häusern", hieß es, und warten nach eigenem Bekunden fast alle ungeduldig auf eine Versorgung mit Breitband-Glasfaser - wie auch der Rest des Dorfes. Man habe in Aufhausen, um den herum sich alles mit schnellem Internet entwickelt, schon in viel schwarze Löcher reinschauen müssen, die im Lauf der Jahre aufgemacht, dann aber wieder ohne Verkabelungs-rohre zugemacht worden seien, sagte der Infra-Vorsitzende Reiner Schmohl. Jetzt wolle man es von Aufhausen aus angehen, natürlich auch mit Unterstützung des Vereins, wenn erforderlich.

Es habe ein erstes informelles Gespräch gegeben mit einem möglichen Betreiber, der Göppinger Firma Imos, und mit dem kooperierenden kommunalen Energieversorger EVF wegen der Leerrohr-Verlegung. Die wollen nun den Aufbau eines Breitband-Netzes für Aufhausen prüfen. Zuvor ist schon das Aalener Unternehmen Geo Data von der Stadt mit der Kostenplanung zur Einrichtung eines schnellen Internets für Aufhausen beauftragt worden. Es gehe kein Weg mehr am schnellen Internet vorbei, sagte Schmohl. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Datenmenge verzehnfacht, der künftige Bedarf steige exponential.

Die Bewohner im Alpenblick wollen in den kommenden Wochen und Monaten noch einige Fragen geklärt wissen, bevor sie den Anschluss-Verlegungen für ihre Häuser zustimmen. Das müsse aber bald geschehen, mahnte Schmohl. Wenn erst die Deckschicht auf der Alpenblick-Straße aufgebracht sei, werde es für viele Jahre keine Möglichkeit mehr geben, den fertigen Endbelag für Anschlussarbeiten aufzureißen. Allerdings ist das nur ein Schritt: Es müsse noch die Infrastruktur geschaffen werden, um die Kabelverzweiger im Dorf für die Versorgung der Anschlusswilligen zu ertüchtigen. Das Verlegungsprogramm wird als "Fibre to the Curb" (FTTC), übersetzt "Faser an den Randstein" - also in die Nähe des Teilnehmers - bezeichnet. Dafür nutze man die vom Landratsamt für das laufende Jahr angekündigte Sanierung der Ortsdurchfahrt, der Kreisstraße 1436. Im Zuge dessen wird die Stadt Geislingen die Gehwege ebenfalls ausbauen und dabei die noch fehlenden 220 Meter Leerrohre für das Einschießen von Glasfasersträngen einlegen lassen. Das städtische Tiefbauamt werde dafür die Gesamtausschreibung machen, erklärte Aufhausens Ortsvorsteher Ludwig Kraus.

Er erläuterte zugleich das mögliche Zeitfenster dieses Projekts - von der Vorstellung im Technischen Ausschuss des Gemeinderats Ende März über Ausschreibung, Submission und Vergabe voraussichtlich im Sommer. Mit diesen ersten Grundinfos gingen die möglichen Breitband-Anschließer - im Stadtbezirk mit 922 Einwohnern gibt es insgesamt 320 Haushalte - nach Hause.

Marco Gewehr ist weiterhin stellvertretender Vorsitzender

Zahlen Der Aufhausener Verein für Infrastruktur und Bildung, kurz InfrA, hat aktuell 120 Mitglieder. Das aktuelle Vereinsvermögen beträgt laut Kassierer Dieter Albrecht derzeit 5726 Euro - was einer Aufstockung des Vereinsvermögens um 150 Prozent entspricht. Hierbei seien das Flaschen-setzen in der Geislinger Kaiser-Brauerei und der Weihnachtsbaumverkauf die größten Einnahmeposten gewesen. Hinzu seien noch die Beiträge der Mitglieder gekommen.

Wahlen Die Mitglieder bestätigten Marco Gewehr bei der Hauptversammlung als stellvertretenden Vorsitzenden in seinem Amt. Uwe Brüstle bleibt Schriftführer. Marianne Reichart und Anke Tilger fungieren als Kassenprüferinnen.

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