Martinskirche feiert den Weltgebetstag

In der Geislinger Martinskirche wird am Freitag der Weltgebetstag gefeiert. Ein Gottesdienst wird um 16 Uhr gefeiert. Schwerpunktland ist in diesem Jahr Kuba.

SWP |

Kuba, die bevölkerungsreichste Karibikinsel steht im Zentrum, wenn am heutigen Freitag rund um den Erdball in etwa 170 Ländern der Weltgebetstag gefeiert wird. Dessen Gottesdienstordnung mit der Überschrift "Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf" haben kubanische Christinnen gemeinsam verfasst.

Seit Beginn der US-kubanischen Annäherung Ende 2014 ist das sozialistische Kuba wieder in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerückt. Seit jeher fasziniert und polarisiert Kuba, ist Projektionsfläche für Wunsch- oder Feindbilder. Wie aber sehen kubanische Frauen ihr Land? Welche Sorgen und Hoffnungen haben sie angesichts der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche?

Nach der Revolution von 1959 wurde Kuba ein sozialistischer Staat; Frauen und Männer sind seither rechtlich gleichgestellt, Kuba gilt hier international als Vorbild. Im Alltag jedoch klaffen Ideal und Wirklichkeit oft himmelweit auseinander und es herrschen patriarchale Rollenbilder des Machismo vor. Die meist Vollzeit berufstätigen Kubanerinnen sind oft allein verantwortlich für Haushalt, Kinder und die Pflege Angehöriger. Die Folgen des gesellschaftlichen Umbruchs treffen sie besonders hart.

Offizielle Zahlen zur Religionszugehörigkeit gibt es nicht. Der Großteil der kubanischen Bevölkerung ist römisch-katholisch, daneben gibt es zahlreiche protestantische Konfessionen sowie jüdische und muslimische Gemeinden. Eine wichtige Rolle im spirituellen Leben vieler Menschen spielt die afrokubanische Santería. Nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Isolation ist Kuba seit 1992 ein laizistischer Staat mit Religionsfreiheit und mehr Spielräumen für die Kirchen. Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen die kubanischen Weltgebetstagsfrauen als Herausforderung.

Mit den Kollekten der Gottesdienste zum Weltgebetstag werden weltweit die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen unterstützt. In diesem Jahr sind das mehrere Partnerorganisationen in Kuba, unter anderem die kubanische Caritas sowie das Christliche Zentrum für Soziale Dienste und Ausbildung

Info: Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag heute um 16 Uhr in der Martinskirche. Ein Kleinbus fährt um 15.15 Uhr ab Kreissparkasse Gartenstraße über die Pauluskirche und Sankt Johannes zum Markuszentrum und Sankt Maria zur Martinskirche. Rückfahrten gibt es direkt nach dem Gottesdienst und eine zweite Tour gegen 18.30 Uhr.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Zum Schluss

Warum man mit Energiesparlampen ...

Die modernen Glühlampen sind gut für die Umwelt, weil sie Energie sparen, aber schwierig zum Entsorgen.

Energiesparlampen schonen das Klima, weil sie viel weniger Strom verbrauchen als die alten Glühbirnen. Doch wenn sie zerbrechen, ist Vorsicht angesagt – vor allem, wenn sie Quecksilber enthalten. mehr

Kotzhügel und Zaun: Botschaften ...

Das Tanzen auf den Tischen ist nicht erlaubt. Foto: Felix Hörhager

Der Besuch des Oktoberfestes kann ein großes Abenteuer sein. Damit alles glatt geht, geben einige Botschaften ihren Landsleuten nützlich Ratschläge an die Hand. mehr

Studie: Meiste Reiche leben in ...

Weltweit gibt es immer mehr Millionäre. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Reichen. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervor. mehr