Laierhöhle nur noch auf dem zweiten Platz

Geislingen/ Blaubeuren. 

Die Laierhöhle bei Weiler o. H. war bis vor wenigen Tagen mit 126 Metern die tiefste Höhle der Schwäbischen Alb. Seit Samstag liegt sie in der Rangliste nur noch auf dem zweiten Platz. Grund: Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Blaukarst gelang es, die 3,3 Kilometer nordwestlich des Blautopfes bei Blaubeuren gelegene Hessenhauhöhle (Markung Berghülen, Alb-Donau-Kreis) bis auf eine Tiefe von aktuell 127 Meter unter dem Eingang zu vermessen. Die Hessenhauhöhle ist damit die tiefste Höhle der Schwäbischen Alb, heißt es in einer Mitteilung der Arge Blaukarst.

Am Wochenende konnte ein enger Canyongang, der vom sogenannten "Regenschacht" abzweigt und bei Hochwasser als Wassersammler fungiert, bis zu einer kleinen Wasserfläche verfolgt werden, berichten die Forscher. Der Weiterweg wird hier momentan noch durch Versturzblöcke versperrt, die während kommender Touren beseitigt werden sollen, so die Informationen.

In der Hessenhauhöhle wird seit dem 7. Januar 2006 durch die Arge Blaukarst - einem Zusammenschluss von Höhlenforschern der vier Höhlenvereine Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten, Freunde der Aachhöhle, Höhlenforschungsgruppe Ostalb-Kirchheim und Höhlen- und Heimatverein Laichingen - gegraben.

Auslöser der Grabung war die Entdeckung eines starken Luftzuges in der sogenannten Hessenhaudoline, einer oberhalb der Hessenhauhöhle befindlichen Doline, die sich im Einzugsgebiet des Blautopfes befindet. Die vermutete Verbindung mit den großen Gängen des Blauhöhlensystems konnte zwar bislang noch nicht hergestellt werden, der Luftzug am derzeitigen Höhlenende in 127 Metern Tiefe deutet jedoch auf weitere Fortsetzungsmöglichkeiten hin. Die aktuelle Höhendifferenz zum Wasserspiegel des Blautopfes beträgt nur noch 39 Meter, informieren die Höhlenforscher weiter. pm/ra


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Autor: SWP | 17.03.2011

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