KOMMENTAR ·ERLEBNIS-SOMMER: Unbegrenzte bunte Ferienwelt
Wie langweilig und trostlos wären wohl die Sommerferien für viele Menschen ohne die zahlreichen Angebote in und um Geislingen. Ob Ferienstadt, Abenteuerdorf, Waldheim, eines der Zeltlager, Schülerferienprogramm oder Sommer der Ver-Führungen - das Freizeitangebot beeindruckt. Die Organisatoren leisteten wieder mal ganze Arbeit, um den Kindern und Jugendlichen ein solides thematisch anspruchsvolles Ferienprogramm anzubieten.
Klar können die Skeptiker sagen, es sei ja jedes Jahr dasselbe, so ein Ferienlager - eine Aufbewahrungsstätte für Kinder berufstätiger Eltern. Weit gefehlt! Zwar freuen sich die arbeitenden Mamas und Papas, wenn der Nachwuchs versorgt und gescheit unterhalten wird, keine Frage. Aber es geht um viel mehr, als nur das.
Es geht um Abenteuer, Freundschaft, Spiel und Spaß. Aber auch um Verantwortung, Selbstständigkeit und Selbstwertgefühl. Das gemeinsame Erlebnis steht im Vordergrund der Feriencamps und -programme. Hier findet man Freunde fürs Leben, hier heißt es, zu lernen, was Teamgeist ist, was es bedeutet aufeinander zu achten, sich zu respektieren. Hier können die Kinder sich zusammen eine Welt aufbauen, selbstständig sein und werden, Regeln aufstellen und befolgen und vieles mehr.
All das ist möglich, weil viele engagierte Menschen sich in ihrer Freizeit für die Kinder und Jugendlichen einsetzen. Ehrenamtlich, mit viel Herzblut und Elan. Sie arbeiten komplette Programme aus, beugen mit Aktionen und Mitmachangeboten gegen eventuell aufkommende Langeweile vor, wissen die kleinen Abenteurer da abzuholen, wo sie gerade sind. Sie sprechen Themen an, die bewegen. So lernen die Kinder bei Spiel und Spaß auch etwas fürs Leben. Für manche ist es die einzige Chance, echte Strukturen eines Zusammenlebens kennenzulernen.
Die Betreuer sind für ihre Schützlinge da, stehen ihnen mit Rat und Tat in jeder Situation zur Seite. Viele von ihnen begannen ihre "Karriere" als Teilnehmer eines solchen Ferienlagers. Die guten Erfahrungen bringen sie nun zurück. Sie möchten das weitergeben, was sie selbst erfahren haben.
Das war möglich, weil es schon immer Menschen gab, die sich für andere einsetzten. Nicht in fernen Ländern, sondern direkt hier in ihrer Heimat. Im Kleinen leisten sie Großes, ohne dafür großen Dank zu erwarten. Ihr Engagement zahlt sich in der künftigen Generation aus. Davon zeugen nicht nur die leuchtenden glücklichen Kinderaugen nach einer Woche im Ferienlager. JOANNA STOLAREK
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28.08.2010
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