In vier Minuten wird ausgerückt
Geislingen. Nach Alarmierung rückt bei der Geislinger Feuerwehr das erste Löschfahrzeug mit neun Mann bereits nach vier Minuten aus. Dies berichtete Kommandant Jörg Wagner in der Hauptversammlung der Feuerwehr.
. Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Geislingen im Lehrsaal der Feuerwache berichtete Kommandant Jörg Wagner, dass im vergangenen Jahr 150-mal Alarm ausgelöst wurde, was ein Rückgang der Einsätze um 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 bedeute. Wagner verwies in seinem Geschäftsbericht für 2009 darauf, dass es allerdings bedeutend mehr Einsätze in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr gegeben habe. Dies bedeute für die Feuerwehrmitglieder, dass sie die Einsätze während ihrer Arbeitszeit bewerkstelligen müssten. Jörg Wagner dankte allen Arbeitgebern, die es ermöglichen, trotz der zurzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage ihre als Feuerwehrleute tätigen Arbeitnehmer bei Einsätzen freizustellen und somit die Einsatzbereitschaft der Wehr für das Stadtgebiet sicherstellen. Bemerkenswert seien die Ausrückzeiten der Wehr, betonte Jörg Wagner. In 50 Prozent der Einsätze rücke das erste Fahrzeug mit neun Mann Besatzung bereits nach vier Minuten aus. Nach weiteren drei Minuten würden 80 Prozent der Einsätze mit dem kompletten Löschzug abgedeckt. Hier einige Zahlen zu Einsätzen im vergangenen Jahr: Es gab 40 Brandeinsätze, darunter 36 Kleinbrände, drei Mittelbrände und ein Großbrand in Stötten. Hinzu kamen 75 Hilfeleistungen, unterteilt in 48 Einsätze mit technischer Hilfe (zum Beispiel bei Verkehrsunfällen) und 48 Gefahrstoffeinsätzen. Von 27 über eine Geislinger Brandmel-deanlage gemeldeten Einsätzen seien 25 "falsche Alarme" gewesen. Die Feuerwehr Geislingen rettete im vergangenen Jahr 55 Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen, davon 48 bei Bränden, sieben durch technische Rettung. Außerdem sei ein Todesopfer zu beklagen gewesen.
Vor seinem Bericht hatte der Kommandant neben zahlreichen Feuerwehrangehörigen aus Geislingen und den Ortsteilen auch Oberbürgermeister Amann, Fachbereichsleiter Peter Lecjak, Altstadtrat Jörg Schneider sowie etliche Gemeinde- und Ortschaftsräte nebst Ortsvorstehern begrüßt.
Das Konjunkturpaket II sei für die Feuerwehr ein Glücksfall gewesen, erklärte Kommandant Wagner im Rahmen seiner Jahresbilanz. Seit dem Sommer werde mit diesen Geldern die 1965 erbaute Feuerwache energetisch saniert. Dies sei eine gute Investition, aber auch ein Signal an die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute, welchen Stellenwert die Feuerwehr in Geislingen habe.
Im Jahresbericht der Jugendfeuerwehr erklärte Andreas Baumholzer, dass er nach 13-jähriger Tätigkeit sein Amt an Fabian Funk übergebe. Auch seine Stellvertreterin Sabine Nuding trete von dieser Aufgabe zurück - neue Stellvertreter wären Daniel Machacek und Stephan Bühlmaier sowie Fabian Bühler als weiterer Ausbilder.
Der Geislinger Oberbürgermeister Wolfgang Amann ehrte im Auftrag des Deutschen Blasmusikverbandes Fritz Wörtz für 50 Jahre Mitgliedschaft im Fanfarenzug mit der goldenen Ehrennadel des Bundesblasmusikerverbandes. Ralf Grözinger wurde von Amann für 20 Jahre mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Der OB dankte den Wehrleuten zum Abschluss der Hauptversammlung für ihr außerordentliches Engagement zum Wohle der Stadt und wünschte den anstehenden Feierlichkeiten zu "150 Jahre Feuerwehr Geislingen" und "50 Jahre Fanfarenzug" einen erfolgreichen Verlauf.
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Autor: BERNWARD KEHLE | 09.03.2010
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Von links: Fritz Wörtz, Ralf Grözinger, Geislingens OB Wolfgang Amann, Fanfarenzugführer Uli Häberle und Kommandant Jörg Wagner. Foto: Bernward Kehle
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