In jedem Fall sind Waffen im Spiel
Türkheim. Der Türkheimer Ortschaftsrat lehnt ein Paintball-Feld auf dem Gelände der ehemaligen Radarstation ab, weil der Bebauungsplan dies nicht zulässt.
Wie der Türkheimer Ortsvorsteher Heinz Mekle in der jüngsten Ortschaftsratssitzung informierte, habe Martin Gansloser von "Bagges Ausbildungs- und Freizeitpark GmbH" einen Antrag auf die Untervermietung von rund 2000 Quadratmetern für ein Paintball-Bundesligafeld gestellt. Paintball sei eine Extrem- und Funsportart, die laut Gansloser weltweit die zahlreichsten Zugänge an Spielern verzeichnen könne. Zwei Mannschaften würden auf einem Spielfeld gegenüber antreten und versuchen, die gegnerische Fahne zu erreichen und in die eigene Spielzone zu bringen. Mit sogenannten "Markierern", Luftdruckwaffen, mit denen die Paints (mit Farbe gefüllte Gelatinekapseln) verschossen werden, wird der gegnerische Spieler mit Farbe markiert und muss ausscheiden.
Vom Ortschaftsrat werde, so erläuterte Mekle den Ortschaftsräten, die Zusage erbeten, dass auf dem von der Bagges GmbH gepachteten Gelände eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern untervermietet werden kann, um dort den Bau eines Paintballspielfeldes zu ermöglichen.
Martin Gansloser, der sich zum Antrag äußern durfte, betonte in seinem Wortbeitrag, dass Paintball in vielen Ländern ein Volkssport sei, dass diese Sportart großen Zulauf habe und keinen Lärm verursache. Spieler wie Zuschauer aus einem Umkreis von bis zu 300 Kilometern würden nach Türkheim kommen, die hiesige Gastronomie werde gefördert und für den Bagges-Park wäre dies die große Chance, sich in den nächsten Jahren positiv weiterzuentwickeln.
Der Bebauungsplan für das Gelände der ehemaligen Radarstation lasse das Paintballspielen nicht zu, bemerkte dazu Ortsvorsteher Heinz Mekle. Schon der seinerzeitige Ortschaftsrat habe sich gegen solche Spiele ausgesprochen. Der Türkheimer Ortschaftsrat müsse sich an die Vorgaben des Bebauungsplanes halten und könne nicht eigenmächtig über diese hinweggehen, unterstrich Mekle. Egal sei, ob mit Platzpatronen oder Farbklecksen geschossen werde - auf jeden Fall seien Waffen im Spiel.
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Autor: BERNWARD KEHLE | 11.03.2010
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Kommentare (2)
Der arme Bebauungsplan kann nun wirklich nichts...
Wenn man schon nicht in der Lage ist zu sagen, dass man Paintball verbieten möchte weil da anscheinend "töten simuliert wird" (was natürlcih auch bei jedem Fechten, Brennball, Räuber und Idianer bei Kinder der Fall ist), sollte man sich eine bessere Ausrede zurecht legen als den Bebauungsplan. Für Paintball selbst sind bei dem besagten Gelände keine einschränkungen dem Bebauungsplan zu entnehmen.Leider wird aber durch diese Engstirnigkeit einiger Ortsvorsteher und Ortsratsmitglieder ein großes Potential und damit verbundenen wirtschaftlichen Möglichkeiten genommen.
Sehr schade...
Paintball in good old Germany
Lieber Türkheimer Ortschaftsrat bitte informiert euch über den Paintball Sport Fakten und was es für Gesellschaftliche und Wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Warum bieten unsere EU Nachbarländer Paintball an in Gemeinschaftlichesinne und begrüssen Paintball felder in Ihre Region.Ich bin Paintball Spieler und Spielfeldbetreiber seit 20 Jahren.