Gelehrter, Gestalter, Genießer Hochschulrektor Ziegler feiert mit 350 Gästen seinen 60. Geburtstag

Geislingen.  Großer Bahnhof für Hochschulrektor Professor Dr. Werner Ziegler: Zu seinem 60. Geburtstag gaben sich gestern nahezu 350 Gratulanten ein Stelldichein, darunter Wissenschaftsminister Peter Frankenberg.

So viele Professoren und promovierte Akademiker haben sich in Geislingen wohl noch nie versammelt wie gestern in der Jahnhalle zur Geburtstagsfeier des beliebten Rektors der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Professor Dr. Werner Ziegler. Damit nicht genug: Zu seinem 60. kamen gleich fünf aktuelle Landtagsabgeordnete, zwei Landräte und zwei Oberbürgermeister. Nahezu 350 geladene Gäste, Repräsentanten der Hochschulen, viele Kollegen und Mitarbeiter der HfWU, Kommunalpolitiker und Partner aus der Wirtschaft gaben sich ein Stelldichein.

"Er hat Kompetenz und Ausstrahlung, Humor und Herzlichkeit." So charakterisierte der Hochschulrats-Vorsitzende und frühere Kreissparkassenchef Jürgen Hilse den Mann mit dem "gewinnenden Wesen".

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg beschrieb Ziegler als vitalen Rektor, der auf dem Zenit stehe, als "Gelehrten, Gestalter und Genießer". Ziegler habe für die HfWU Visionen entwickelt. Als Meilensteine seines Rektorats nannte der Minister: eine neue Struktur der Fakultäten, die Ausrichtung der Studiengänge nach den Wünschen der Praxis, das Markenzeichen "Wirtschaft und Umwelt", mittlerweile zehn Stiftungsprofessuren, die frühe Umsetzung der Bologna-Kriterien, die Internationalisierung mit über 50 Partnerhochschulen, die Entwicklung eines Leitbilds und den neuen Studiengang Gesundheits- und Tourismusmanagement. Dass dieses Fach ausgebaut werden kann, dafür sieht der Minister gute Chancen. Generell müssten Hochschulen flexibel neue Studienfelder besetzen. Frankenberg unterstützt das Bemühen, Absolventen einer FH einen Weg zur Promotion zu eröffnen. Große Hoffnungen auf mehr Geld machte er den Hochschulen nicht, zumal "nicht mehr kreativ ist, wer nicht mehr hungrig ist".

In Reimen formulierte Prorektorin Professor Dr. Cornelia Niederdrenk-Felgner die Wertschätzung Zieglers aus Sicht der Rektoratskollegen. Sie schenkten dem Genießer Ziegler einen Kochkurs bei Sternekoch Harald Wohlfahrt und ein Kochbuchunikat mit den Lieblingsrezepten von Hochschulkollegen. Sodann intonierten alle Anwesenden einen Geburtstagskanon. Ein musikalisches "Happy Birthday" hatten bereits die Mädchen des Hochschulchors gewünscht. Eine gekonnte kurze Kabarettvorstellung gab Jura-Professor Dr. Peter Förschler mit einem Potpourri aus Ohrwürmern der Comedian Harmonists und dem "Überzieher" von Otto Reuter.

Ziegler bedankte sich launig. Die Fachhochschulen und speziell die HfWU seien "nach wie vor Erfolgsmodelle". Gemessen am Budget, dem Lehrpersonal und den vielen Studenten sei die HfWU "die effektivste Hochschule im ganzen Land". Der von Frankenberg beschworene Hunger sei an der HfWU aber bereits "Heißhunger".

Ziegler hielt kurz Rückschau auf Wegmarken und Entscheidungen in seiner Vita, die sich als goldrichtig herausgestellt hätten: sei es, dass er einst dem Rat des Berufsberaters zum Trotz doch eine höhere Schule besucht hat oder dass er statt eines verlockenden Angebots in Bonn zur Kreissparkasse Göppingen ging. "Keine Minute habe ich es bereut, Hochschullehrer geworden zu sein", bekannte Ziegler. Zuletzt habe er sich überzeugen lassen und sich als Rektor beworben: Auch das wertet er nicht als Fehler - dank des guten Rektoratsteams.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: RODERICH SCHMAUZ | 09.02.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr